Frankfurt (Oder)
Pro-Beruf-Ostbrandenburg, Brandenburg, Förderlaufzeit: 01.05.2008-31.03.2012


Kontakt

Madlen Mosig
Handwerkskammer Frankfurt (Oder), Region Ostbrandenburg
Bildungszentrum
Spiekerstraße 11
15230 Frankfurt (Oder)

Tel.: 0335 5554241
E-Mail: madlen.mosig@hwk-ff.de

Peter Wölffling
IHK - Projektgesellschaft mbH Ostbrandenburg
Puschkinstraße 12 b
15236 Frankfurt (Oder)

Tel: 0335 5621-2010
Fax: 0335 5621-2001
E-Mail: woelffling@ihk-projekt.de

http://www.proberuf-projekt.de/


Die Region Ostbrandenburg erstreckt sich über eine Fläche von ca. 9000 km² und umfasst die Landkreise Uckermark, Barnim, Märkisch-Oderland, Oder-Spree sowie die kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder). Im Westen ist dieser Bereich durch Berlin, im Osten durch Polen begrenzt. Die Einwohnerzahl der Region ist rückläufig und betrug 2008 ca. 694.000 Personen.

Problematisch ist insbesondere die Überalterung der Bevölkerung, die durch die Abwanderung von Personen im Alter zwischen 18 und 30 verstärkt wird. Der Anteil junger Frauen, die aus Ostbrandenburg wegziehen, ist dabei besonders hoch. Die Arbeitslosenquote beträgt zurzeit 13,5 Prozent.

Die Städte Schwedt/Oder, Eberswalde, Fürstenwalde, Frankfurt (Oder) und Eisenhüttenstadt sind die regionalen Wachstumskerne Ostbrandenburgs, welche über besondere Entwicklungspotenziale und eine regionale Branchenkonzentration verfügen. In der Region bündeln sich anwendungsbezogene Kompetenzen in den Branchen Automotive, Energiewirtschaft und -technologie, Ernährungswirtschaft, Holzverarbeitende Wirtschaft, Kunststoffe / Chemie, Logistik, Metallerzeugung, -be- und -verarbeitung / Mechatronik, Mineralölwirtschaft / Biokraftstoffe, Papier, Schienenverkehrstechnik.

Ziel des Projektes war es, den Anteil von jungen Erwachsenen ohne Berufsabschluss nachhaltig zu senken und somit die Beschäftigungschancen dieser Gruppe dauerhaft zu verbessern. Sowohl Unternehmen und ihre Personalverantwortlichen als auch junge Erwachsene mit und ohne Berufsabschluss, die Arbeitsmarktakteure sowie Bildungsdienstleister sollten individuell und fallbezogen für die Idee aufgeschlossen, sensibilisiert, informiert, beraten und zueinander gebracht werden.

Leistungsspektrum junge Erwachsene: Kompetenzfeststellung und Stärken-/ Schwächenanalyse (Bewerbercheck), individuelle und konkrete Ermittlung von Qualifizierungsbedarfen, Erstellung einer Berufsabschlussbiographie (Lernweg), Vermittlung an passende Bildungsdienstleister, Beratung und Begleitung bis zur Abschlussprüfung

Leistungsspektrum Unternehmen: Gestaltung der Nachqualifizierung, damit sie betriebsorientiert und mit geringen Abwesenheitszeiten am Arbeitsplatz erfolgt. Die Lerninhalte sollten betriebliche Anforderungen berücksichtigen, der Betreuungsaufwand für das Unternehmen sollte so gering wie möglich sein. Beratung und Unterstützung bei der Antragstellung von Fördermitteln, Kontinuierliche Begleitung durch Informationen und Beratung.

Für die Umsetzung der Ziele wurde das Regionalcenter Pro-Beruf mit den Geschäftsstellen in Frankfurt (Oder) und Eberswalde geschaffen. Es ist verantwortlich für die Aktivierung und Sensibilisierung folgender Zielgruppen:

  • Jugendliche ohne realistische Chance im Regelsystem,
  • Ausbildungsabbrecherinnen und -abbrecher aus unterschiedlichen Bildungswegen,
  • Arbeitslose ohne Berufsabschluss,
  • un- bzw. angelernte Beschäftigte,
  • berufliche Wiedereinsteigerinnen und Wiedereinsteiger,
  • Unternehmen, die einen Fachkräftebedarf haben und daran interessiert sind, ihre geringqualifizierten Beschäftigten abschlussorientiert weiterbilden zu lassen.

Besteht die Bereitschaft zur Nachqualifizierung, wird eine Grundakte mit einer nachfolgenden Kompetenzfeststellung erstellt. Ein genauer Qualifizierungsbedarf der bzw. des Jugendlichen hinsichtlich eines Berufsabschlusses wird ermittelt und ein individueller und transparenter Umsetzungsplan erarbeitet. Der Berufsbegleiter spielt dabei eine moderierende und beratende Rolle.

Den Unternehmen werden Wege aufgezeigt, Qualifizierungspotenziale an- und ungelernter Beschäftigter zu erschließen und so ihren Fachkräftebedarf zu decken. Damit das Gelernte direkt am Arbeitsplatz umgesetzt werden kann, findet die Nachqualifizierung weitestgehend im Unternehmen statt. Auch bei der Beschaffung und Beantragung der Fördermittel werden die Unternehmen unterstützt.

Das Regionalcenter Pro-Beruf übernahm die Funktion einer Steuerungs- bzw. Schnittstelle zur Etablierung der Idee und Lernkultur der abschlussorientierten Nachqualifizierung als Form des lebenslangen Lernens und Möglichkeit zur Fachkräftesicherung. Vorhandene und bewährte Kooperationsstrukturen gewährleisteten, dass gleichermaßen Unternehmen und ihre Personalverantwortlichen, Jugendliche mit und ohne Berufsabschluss, die tätigen Arbeitsmarktakteure sowie Bildungsdienstleister individuell und fallbezogen für die Idee sensibilisiert, informiert, beraten und zueinander gebracht wurden.

Die Tätigkeiten der Regionalcenter in den Regionen wurden eingebunden in die strategischen Ansätze zur Fachkräfteentwicklung und -sicherung. Dazu wurden die regionalen Akteure angesprochen und die bestehenden Netzwerke und Kooperationen für die Multiplikation, den Informations- und Erfahrungsaustausch und zur weiteren Entwicklung der Herangehensweisen genutzt. Eine komplexe und vielschichtige Netzwerkarbeit im Rahmen der regionalen Netzwerke Fachkräftenachwuchs (FaN) für Oderland-Spree, Barnimer Fachkräftenetzwerk (BFN) sowie die Aktivitäten in der Uckermark förderten diese Ansätze.

Pro-Beruf-Ostbrandenburg wurde als Verbundprojekt gemeinsam mit dem Bildungszentrum der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg und der IHK-Projektgesellschaft mbH Ostbrandenburg durchgeführt.

Ergebnisse

In den knapp vier Jahren Projektlaufzeit wurden die nachfolgenden Ergebnisse erzielt.

Beratung und Begleitung von An- und Ungelernten

Zwei eingerichtete Beratungsstellen haben sich in Ostbrandenburg erfolgreich etabliert. Die Projektmitarbeiter standen in regelmäßigem Kontakt zu den regionalen Partnern (Agentur für Arbeit, Jobcenter, Kammern, Bildungsträger etc.). Somit war eine individuelle und bestmögliche Betreuung der Teilnehmer sicher gestellt.

Die Beratung der an- und ungelernten Beschäftigten und Arbeitslosen erfolgte kammerübergreifend und unter Berücksichtigung der vorhandenen Kompetenzen und persönlichen Ziele:

  • Erstgespräch, d.h. Beratung der an- und ungelernten Personen über ihre Möglichkeiten, zu einem anerkannten Abschluss zu gelangen sowie Gegenüberstellung der persönlichen Kompetenzen und Ziele,
  • Ermittlung der Finanzierungsmöglichkeiten und Realisierung der notwendigen Nachqualifizierung,
  • Bewertung und Anerkennung der bereits erworbenen Kompetenzen mit anschließender Darstellung der Qualifizierungsbedarfe zur Planung der Nachqualifizierungsinhalte und -zeiten in Absprache mit dem Bildungsträger,
  • Erstellung einer Berufsabschlussbiografie: Teilnehmer erhalten einen Überblick über den bisherigen beruflichen Werdegang, die eigenen Kompetenzen und den Lernweg während der Nachqualifizierung.

In den fast vier Jahren Projektlaufzeit wurden insgesamt 1.290 Teilnehmerinnen und Teilnehmer über Werbebriefe, Direktansprache und Kontakte der Kammern sensibilisiert. Über 680 An- und Ungelernte, meist Arbeitslose unter 30 Jahre, wurden beraten. Knapp 250 Teilnehmer und Teilnehmerinnen wurden über die Möglichkeit der Nachqualifizierung zur Externenprüfung geführt und haben somit ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessert.

Beratung und Begleitung von Unternehmen

Die Beratung der Betriebe erfolgte im Hinblick auf die Qualifizierung der an- und ungelernten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen:

  • Sensibilisierung und Beratung durch Direktwerbung, Presseartikel, Anzeigen, Informationsveranstaltungen, Messen sowie Informations- und Beratungsgespräche vor Ort,
  • Feststellung individueller Qualifizierungsbedarfe der Beschäftigten,
  • Entwicklung individueller Qualifizierungswege je nach Kompetenzen, betrieblichen Rahmenbedingungen und persönlichem Bedarf,
  • fortlaufende Begleitung der Teilnehmenden während der Durchführung der Nachqualifizierung bis zur Externenprüfung,
  • regelmäßiger Austausch mit den Verantwortlichen des Jobcenters bzw. der Agentur für Arbeit sowie den zuständigen Stellen und Bildungsträgern zur Sicherung der Finanzierung, Zulassung zur Externenprüfung sowie Durchführung der Nachqualifizierung.

Während der Projektlaufzeit wurden in Ostbrandenburg insgesamt etwa 2.650 Betriebe über die Kontakte der Kammern sensibilisiert und knapp 950 Unternehmen beraten. Jedoch erfolgte die anschließende Umsetzung von Nachqualifizierungen in den Unternehmen nicht in dem Umfang und in der Intensität wie ursprünglich geplant.

Öffentlichkeitsarbeit

Die kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit diente der Bekanntmachung des Projektes, der Informationsvermittlung, dem Ergebnistransfer und somit der Sensibilisierung für das Thema und Gewinnung von Teilnehmern und Teilnehmerinnen.
Folgende Medien und öffentlichkeitswirksame Produkte wurden eingesetzt bzw. erstellt:

  • Flyer und Roll-ups,
  • Homepage www.projekt-proberuf.de mit Informationen zur Nachqualifizierung, Best-Practice-Beispielen und Formularen zum Download,
  • Imagefilm,
  • Zeitungsanzeigen und Presseartikel,
  • Beratungsleitfaden,
  • Transfertagungen und Netzwerktreffen,
  • Messeauftritte,
  • Fachveröffentlichungen, z.B. in den Praxisbänden des PT-DLR,
  • Projektvorstellungen bei Netzwerkpartnern und Arbeitsmarktakteuren.

Netzwerkarbeit

Das Projekt hat zur Thematisierung der Nachqualifizierung auf bestehende Netzwerke der Region Ostbrandenburg zurückgegriffen. Der Netzwerkmoderator sowie das gesamte Projektteam haben kontinuierlich mit den folgenden wichtigen Akteuren und Partnern auf den verschiedenen Netzwerkebenen kommuniziert

  • Agentur für Arbeit / Jobcenter,
  • Zuständige Stellen,
  • Unternehmen und Betriebe,
  • Bildungsdienstleister,
  • Migrantenorganisationen,
  • Beauftragte für Chancengleichheit und Gleichstellungsbeauftragte,
  • Medien,
  • Vereine / Verbände.

Fazit

Das Projekt Pro-Beruf-Ostbrandenburg hat die Möglichkeiten und Chancen der Nachqualifizierung in der Region bekannt gemacht und notwendige Ansätze für die Beratung von An- und Ungelernten aufgezeigt.

Die Projektpartner und regionalen Akteure bestätigen die erfolgreiche Projektumsetzung und die Notwendigkeit der Fortführung. Jedoch ist eine nachhaltige Verankerung in der Region nur möglich, wenn das Thema fortlaufend präsent und bei allen Akteuren, Betrieben sowie An- und Ungelernten bekannt ist. Außerdem bedarf es einer unabhängigen Anlauf- und Beratungsstelle, damit eine individuelle, intensive und umfangreiche Begleitung der an- und ungelernten Personen erfolgen kann.

Die Projekthomepage www.projekt-proberuf.de bleibt als Informationsplattform bestehen. Der eigens entwickelte Leitfaden stellt die abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung und deren Umsetzung anhand von Praxisbeispielen dar. Dieser Leitfaden wurde in sämtlichen Institutionen der Region verteilt, die Beratungen zur Ausbildung, Qualifizierung und Weiterbildung durchführen. Er dient als Handbuch für alle Interessierten in der Region, die sich konkret mit modularer Nachqualifizierung beschäftigen. Darüber hinaus ist der Leitfaden ein Wegweiser für An- und Ungelernte sowie Betriebsinhaber auf dem Weg der Nachqualifizierung bis zur Externenprüfung und bietet praxisnahe Tipps, Informationen und Anlaufstellen.

 

Das Projekt „Pro-Beruf-Ostbrandenburg“ hat sich mit seinen 2 Beratungsstellen in der Region Ostbrandenburg erfolgreich etabliert.

Die Projektmitarbeiter stehen in regelmäßigen Kontakt zu den regionalen Partnern (Agentur für Arbeit, Jobcenter, Kammern, Bildungsträger etc.) und übernehmen folgende Aufgabenschwerpunkte:

 

-          kammerübergreifende Beratung von an- und ungelernten Beschäftigten und Arbeitslosen zu den beruflichen Perspektiven unter Berücksichtigung der Vorkenntnisse und persönlichen Ziele

-          Beratung von Betrieben im Hinblick auf Qualifizierung der an- und ungelernten Mitarbeiter

-          erste Einschätzung des beruflichen Nachqualifizierungsbedarfes, ggf. Empfehlung einer Kompetenzfeststellung

-          Entwicklung individueller Qualifizierungswege je nach Kompetenzen und persönlichem Bedarf

-          Fortlaufende Begleitung der Teilnehmer während der Durchführung der Nachqualifizierung bis zur Externenprüfung

-          regelmäßiger Austausch mit den Verantwortlichen des Jobcenters bzw. der Agentur für Arbeit sowie den zuständigen Stellen und Bildungsträgern zur Sicherung der Finanzierung, Zulassung zur Externenprüfung sowie Durchführung der Nachqualifizierung

 

Nach knapp 3,5 Jahren Projektlaufzeit wurden über 600 An- und Ungelernte, meist arbeitslose Personen unter 30 Jahre, beraten.

Knapp 150 Teilnehmer wurden über die Möglichkeit der Nachqualifizierung zur Externenprüfung herangeführt und haben somit ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessert.

 

Die laufende Projektarbeit wurde durch eine kontinuierliche Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit begleitet.

Die projekteigene Homepage www.projekt-proberuf.de wurde kontinuierlich erweitert und dient mit umfangreichen Informationsmaterialien zur modularen abschlussorientierten Nachqualifizierung, Best-Practice-Beispielen und Formularen zum Download als Informations- und Kommunikationsplattform für interessierte Teilnehmer, Unternehmen sowie Projektpartner. Auf der Homepage ist auch der projekteigene Imagefilm hinterlegt.

Mehrere Zeitungsanzeigen und Presseartikel dienten der weiteren Bekanntmachung des Projektes, dem Ergebnistransfer und der Gewinnung von motivierten Teilnehmern. Bestehende Netzwerke wurden zum Transfer der Projektfortschritte genutzt und sichern die Nachhaltigkeit.

Die Vorhaben aus Brandenburg haben gemeinsam 2 Positionspapiere entwickelt, welche die nachhaltige Verankerung der Nachqualifizierung in der Region betreffen. Auf Grund dieser Aktivitäten wurde beispielsweise die Weiterbildungsdatenbank Berlin-Brandenburg um die Suchfunktion „Nachqualifizierung“ erweitert.

 

Ein besonderer Fokus liegt derzeit bei Aktivitäten zur Sicherung der Nachhaltigkeit. In diesem Zusammenhang erarbeitet das Projektteam einen Leitfaden, der die abschlussorientierte modulare Nachqualifizierung und deren Umsetzung anhand von Praxisbeispielen anschaulich darstellt. Der Leitfaden wird anschließend in sämtlichen Institutionen der Region, die Beratungen zur Ausbildung, Qualifizierung und Weiterbildung durchführen, verteilt.

 

Zu den wesentlichen Arbeitsschwerpunkten im ersten Projektjahr gehörten hauptsächlich die Situationsanalyse, Bekanntmachung des Projektes, Gründung von 2 Beratungsstellen und die Netzwerkbildung. Das Folgejahr diente der Etablierung von „Pro-Beruf-Ostbrandenburg“ in der Region und der intensiven Teilnehmerbetreuung.

 

In den beiden Beratungscentern werden an- und ungelernte Personen sowie Unternehmen im Hinblick auf die Feststellung des beruflichen Nachqualifizierungsbedarfs kammerübergreifend beraten. Außerdem werden je nach Kompetenzen und persönlichem Bedarf individuelle Qualifizierungswege entwickelt sowie die Finanzierung und Anmeldung zur Externenprüfung geklärt. Dabei liegt der Schwerpunkt aktuell auf der Beratung von arbeitslosen An- und Ungelernten. Der Anteil der geringqualifizierten Beschäftigten, Unternehmen und Migranten ist im Vergleich zur Gesamtgruppe gering.

Mit den Bildungsträgern, Regionalstellen der Arbeitsagentur sowie dem Amt für Grundsicherung, ARGEn und zuständigen Stellen erfolgt eine sehr enge und kommunikative Zusammenarbeit, was zeigt, dass die Beratungscenter bei den relevanten Akteuren auf eine hohe Akzeptanz treffen.

In den ersten 2 Jahren der Projektlaufzeit wurden ca. 350 An- und Ungelernte, meist arbeitslose Personen unter 30 Jahre, beraten.

Knapp 60 Teilnehmer wurden über die Möglichkeit der Nachqualifizierung zur Externenprüfung herangeführt und haben somit ihre Chancen auf dem Arbeitsmarkt verbessert.

 

Die Netzwerkarbeit leistet einen wichtigen Beitrag zu erfolgreichen Projektrealisierung und Sicherung der Nachhaltigkeit. Bereits vorhandene Netzwerkstrukturen wurden ausgebaut und gefestigt. Die Kontakte zu den regionalen Akteuren des Arbeitsmarktes, den zuständigen Stellen, Projektpartnern sowie Migrantenorganisationen werden genutzt und in den Beratungsprozess eingebunden. Somit wird eine individuelle und bestmögliche Betreuung der Projektteilnehmer gewährleistet. Regelmäßige Netzwerktreffen mit den Vorhaben aus Berlin und Brandenburg dienen dem Erfahrungsaustausch, der Herstellung von Transparenz in der gesamten Region sowie dem Ergebnistransfer.

 

Die kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit ist Voraussetzung für die Bekanntmachung und Erhöhung der Akzeptanz des Projektes in der Region. In diesem Rahmen wurden zielgruppengerechte Materialien und Informationen verbreitet. Darüber hinaus wurden Zeitungsartikel veröffentlicht und Internetauftritte koordiniert. Die projekteigene Homepage hat einen interaktiven Charakter und dient als Informations- und Kommunikationsplattform für interessierte Teilnehmer, Unternehmen sowie Projektpartner. Neben den Informationen zur modularen abschlussorientierten Nachqualifizierung dienen Erfolgsbeispiele sowie ein umfangreicher Downloadbereich als Anreizmechanismus und Motivation für Interessenten. In einer großen Mailingaktion wurden 455 Unternehmen, 67 Ausbildungsabbrecher sowie 30 Migrantenorganisationen direkt über das Projekt informiert.

Ein projekteigener Imagefilm stellt das gesamte Projekt sowie 4 Teilnehmerbeispiele vor und wird auf Messen, im Internet sowie bei Veranstaltungen vorgeführt. Der Film vermittelt umfangreiche Informationen über das Projekt sowie das Projektteam und dient gleichzeitig als Anreiz für und Motivation für potentielle Teilnehmer und Unternehmen.

Bei der Fachtagung "Bilanz der ersten Halbzeit" im Juli 2010 trafen sich regionale Projektpartner (Kammern, Arbeitsagentur, ARGEn, Bildungsdienstleister) und diskutierten über Erfahrungswerte, die Möglichkeiten die Zielgruppe zu mobilisieren sowie Finanzierungswege.

 

Die intensive und individuelle Teilnehmerbetreuung, kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit sowie enge Zusammenarbeit mit allen regionalen Akteuren zur gemeinsamen Unterstützung von an- und ungelernten Personen sind wesentliche Erfolgskriterien des Projektes „Pro-Beruf-Ostbrandenburg“.

Projekt­darstellungen

Arbeits­materialien

 
Förderung
Durchführung