Nürnberg
Stadt Nürnberg, Bayern, Förderlaufzeit: 01.05.2008-31.12.2012


Kontakt

Bildungsbüro der Stadt Nürnberg
Unschlittplatz 7a
90403 Nürnberg

www.uebergangsmanagement-nuernberg.de
www.bildungsbuero.nuernberg.de


Die in den Bundesbildungsberichten 2006 und 2008 sowie im Berufsbildungsbericht 2010 dokumentierte Erkenntnis, dass der Übergang in die berufliche Ausbildung vor allem für junge Menschen mit niedriger schulischer Qualifikation zu einem Dauerproblem geworden sei, trifft auch auf Nürnberg zu, wie die vom Amt für Berufliche Schulen mitgeteilten Zahlen belegen. Zwischen 2001 und 2006 nahm bei einer besonders deutlichen Steigerung im Jahr 2003 die Zahl der Schülerinnen und Schüler im Berufsvorbereitungsjahr (BVJ) um rund 50% zu. Seit 2007 lässt sich eine Absenkung beobachten, die allerdings das Niveau von 2001 noch nicht erreicht hat. Im gleichen Maße nahm die Einmündung von Jugendlichen mit und ohne Hauptschulabschluss in Ausbildung bis 2006 ab. Erst seit 2007 erholt sich der Ausbildungsmarkt. Während im Jahr 2006 nur 13% der Absolventen sofort nach der Hauptschule einen dualen Ausbildungsplatz fanden, waren dies im Herbst 2008 28% und im Herbst 2009 26%. Diese verbesserten Werte sind zum Teil einer anziehenden Konjunktur zu verdanken, zum Teil aber auch auf die von der Stadt Nürnberg ergriffenen Maßnahmen zurückzuführen. Mit dem vom Stadtrat 2006 verabschiedeten Maßnahmenpaket und dem 2007 beschlossenen Masterplan engagiert sich die Kommune sowohl auf dem Feld des Übergangsmanagements – d.h. der Gestaltung der Übergangsberatung und -begleitung von der Schule in die Ausbildung oder ein alternatives Angebot – als auch auf dem Feld des Übergangssystems – d.h. der Bereitstellung von alternativen Angeboten zur beruflichen Ausbildung, z.B. die bedarfsdeckende Einrichtung des Angebots „Berufsvorbereitungsjahr“ (BVJ) an den Beruflichen Schulen. Insbesondere und bundesweit auch beispielhaft trieb die Stadt Nürnberg gezielt den Ausbau ihrer Berufsfachschulen voran, um zusätzliche Ausbildungskapazitäten in Form der vollschulischen Berufsausbildung zur Verfügung stellen zu können. Nimmt man die Berufsfachschulen als kompensatorische Maßnahme zum dualen Ausbildungsplatzangebot hinzu, dann betrug die Quote direkter Einmündung in Ausbildung im Jahr 2008 40%. Wegen des Rückgangs der dualen Ausbildungsplätze im Zuge der Banken- und Wirtschaftskrise 2009 wurde allerdings im letzten Herbst eine um etwa 3 Prozentpunkte verminderte Einmündungsquote erreicht.

Es ist angesichts dieser Zahlen angebracht, gegenüber den Ergebnissen von 2004 bis 2007 von einer merklichen Verbesserung zu sprechen. Um eine Trendwende handelt es sich jedoch nicht. Als Fazit bleibt stehen, dass auch in Nürnberg Schwierigkeiten bei der Einmündung in die Ausbildung zum Normalfall für Hauptschulabsolventen geworden sind.

Zentrales Ziel des Vorhabens ist es, systematisch die regionale Netzwerkbildung zwischen den Akteuren des Übergangsmanagements voranzutreiben, Synergien zu erschließen, eventuell Lücken im aktuellen Unterstützungsangebot für benachteiligte Jugendliche aufzudecken und durch angepasste oder neue Konzepte zu schließen. Besondere Aufmerksamkeit wird präventiven Ansätzen gewidmet. Mit ihnen soll der Übergang in die berufliche Ausbildung beziehungsweise in Arbeit bereits lange vor dem Übergangsgeschehen im engeren Sinne an schulischen und außerschulischen Lernorten thematisiert und vorbereitet sowie der Berufsorientierungsprozess angestoßen werden. Ein zusätzlicher Fokus soll auf eine geschlechtersensible Herangehensweise und Förderung  im Sinne des Gender Mainstreamings sowie die Anwendung migrationsspezifischer Ansätze des Cultural Mainstreamings gelegt werden. Bestehende Angebote im Übergang Schule - Beruf sollen stadtweit besser aufeinander abgestimmt und vorhandene Ressourcen effektiver eingesetzt werden. Es geht darum, junge Menschen auf dem Weg in eine berufliche Ausbildung oder ein anderes weiterqualifizierendes schulisches Angebot systematisch, zielstrebig und ohne die Inkaufnahme von Umwegen zu unterstützen.

Zur Umsetzung der genannten Ziele wurde  ein beim Oberbürgermeister angesiedeltes Nürnberger Bildungsbüro eingerichtet. Es dient  allen regionalen Akteuren, die an der Schnittstelle Schule / Ausbildung arbeiten, als Netzwerk-Forum. Das Nürnberger Bildungsbüro tritt nicht selbst als Anbieter pädagogisch-didaktischer Förderkonzepte für benachteiligte Jugendliche auf, sondern versteht sich als eine strategisch arbeitende Einrichtung, welche einerseits den Austausch unter den operativ handelnden Akteuren organisiert und moderiert, andererseits auf Fortentwicklung ausgerichtete Reflexions- und Kooperationsprozesse anstößt und gegebenenfalls konzeptionell unterstützt.

Eine der zentralen Aufgaben ist die Herbeiführung eines abgestimmten Angebotstableaus. Die Beschreibung der wichtigsten Maßnahmen des Übergangs Schule – berufliche Ausbildung macht deutlich, dass es gelungen ist, einige der vorhandenen Angebote – wie SCHLAU und Ball oder Kompetenzagentur und „Future Guides“ – zu Verbesserung der Angebotsstruktur wie der Transparenz zusammenzuführen. Es ist darüber hinaus gelungen, die verbliebenen Angebote auf unterschiedliche Zielgruppen festzulegen, so dass sich die Angebote nunmehr ergänzen.

Das Spektrum reicht von Jugendlichen mit dem Wunsch nach einer dualen Ausbildung sowie der Perspektive den qualifizierenden Hauptschulabschluss zu erreichen (SCHLAU), über junge Menschen, die voraussichtlich nur mit zusätzlicher schulischer Förderung den qualifizierenden Hauptschulabschluss erreichen (Quapo) bis hin zu jungen Menschen, bei denen das Erlangen des erfolgreichen Hauptschulabschlusses und die Berufseingliederung im Mittelpunkt steht (Berufseinstiegsbegleitung, Kompetenzagentur).

Durch die vorgenommene Abstimmung ist es möglich geworden, die Teilnahmevoraussetzungen zu klären und Parallelstrukturen zu vermeiden. Eine Ausnahme stellt das Angebot „SCHLAU – Wege in die Berufliche Bildung“ dar, da es sich nicht um ein begleitende Maßnahme, sondern um ein Querschnittsangebot handelt, das sicherstellen soll, dass alle Absolventen über die aktuellen Angebote der Beruflichen Schulen informiert werden.

Das Bildungsbüro mit dem Projekt „Regionales Übergangsmanagement Nürnberg“ hat darüber hinaus mit den städtischen Dienststellen einschließlich der städtischen Tochtergesellschaft Noris-Arbeit (NOA) Evaluationskriterien entwickelt, die Aufschluss über die Wirksamkeit der anschlussorientierten Begleitangebote SCHLAU, Quapo und Kompetenzagentur geben sollen. Die wichtigsten Evaluationsparameter sind:

  • Definition der Zielgruppe und Begründung der Fördernotwendigkeit;
  • Darstellung der angewandten Methoden;
  • Nachweis der Übereinstimmung von Zielgruppe und Teilnehmer/innen;
  • Die Grundgesamtheit für die Auswertung erfasst alle Teilnehmer/innen (auch diejenigen, die die Maßnahme vorzeitig abgebrochen haben);
  • Nachweis über die Verbesserung der Schulnoten;
  • Einzelnachweis über die erfolgreichen Einmündungen in Ausbildung;
  • Einzelnachweis anderer Formen des Verbleibs;
  • Nachweis der Effizienz, d.h. Aufschlüsselung der Kosten unter Berücksichtigung von zielgruppenspezifischen Aufwendungen im Verhältnis zur Zielerreichung der Maßnahme.  

Ergebnisse

Das Regionale Übergangsmanagement hat wichtige Ziele erreicht:

Transparenz der Angebote

Die vom Projektbeginn an in Absprache mit den wichtigsten Partnern aufgebaute Datenbank wird regelmäßig gepflegt und aktualisiert. Sie besteht nach Beendigung des Förderzeitraums weiter.

Öffentlichkeitsarbeit

Die Homepage des Regionalen Übergangsmanagements Nürnberg wird weiterhin bestehen und gepflegt. Sie dient als Informationsplattform für alle an diesem Schnittpunkt der Bildungsbiographie Arbeitenden und Interessierten.

Management

Die Weiterführung des Regionalen Übergangsmanagement nach Beendigung des Förderzeitzeitraums ist durch einen Stadtratsbeschluss gesichert. Es besteht weiterhin innerhalb des Nürnberger Bildungsbüros im Geschäftsbereich des Oberbürgermeisters.

Der Bildungsbeirat der Stadt Nürnberg, der die wichtigsten Akteursgruppen im Bildungsbereich vereint, wird regelmäßig über Planungen und deren Umsetzung informiert und damit in die Prozesse eingebunden.

Das Nürnberger Modell mit aufeinander abgestimmten Maßnahmen von der siebten Klasse der Mittelschulen bis in die berufliche Ausbildung hinein wurde per Stadtratsbeschluss verstetigt.

Die von der Kommune geförderten Programme und Projekte am Übergang Schule-Beruf wurden durch das Engagement des Regionalen Übergangsmanagements vernetzt. Mit einem Stadtratsbeschluss wurden ihre Aufgaben definiert und voneinander abgegrenzt.

Für die Beantragung und Umsetzung der Bildungskette wurde auf Anregung des Nürnberger Regionalen Übergangsmanagements eine Bietergemeinschaft von freien Trägern und einer städtischen Tochter gebildet. Für ein darüber hinausgehendes Netzwerk aller an der Bildungskette beteiligten Institutionen und Verbände hat das Regionale Übergangsmanagement Nürnberg die Federführung übernommen.

Innerhalb des kommunalen Datenmanagementsystems wurde eine Fachbibliothek zu den Themen Übergang Schule – Beruf, Berufsausbildung und Arbeitsmarkt eingerichtet, die kommunalen Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen zugänglich ist.

Monitoring

Der Bericht „Berufsbildung in Nürnberg“, der erstmalig im Jahr 2011 erschien, wird im Abstand von zwei Jahren auf Dauer fortgeschrieben. Grundlage dafür sind die für den ersten Bericht entwickelten Indikatoren. Darüber hinaus werden aktuelle Ergebnisse der bundesweiten Forschung und Evaluation sowie neue Entwicklungen in Nürnberg dargestellt. Die zweite Ausgabe ist derzeit in Vorbereitung.

Erstmalig wurde die Übergangssituation für junge Menschen mit besonderem Förderbedarf erfasst und beschrieben. Der Bericht zu diesem Thema dient als Grundlage für die Erarbeitung von Informationen für Eltern, Lehrer, Sozialarbeiter, Betriebe usw., die im Laufe des Jahres 2013 erscheinen werden. Während der Erarbeitung des Berichtes wurde von fast allen betroffenen Institutionen ein hoher Bedarf an gegenseitiger Information geäußert, der offensichtlich vor dem Hintergrund des Inklusionsgebotes derzeit besonders dringen ist. Hier sieht das Regionale Übergangsmanagement für sich in der Zukunft eine wichtige Aufgabe.

Transfer

Für den Transfer stehen bereits seit 2012 die Datenbank sowie die Wegweiser „“Informationen zum Übergang Schule – Beruf“ bereit. Darüber hinaus kann das Beteiligungskonzept mit einem Fachbeirat im Kontext mit einem breiter aufgestellten Bildungsbeirat, die indikatorengestützte Berichterstattung in den politischen Gremien sowie der Aufbau von Netzwerken für Absprachen, aber auch gemeinsames Agieren übertragen werden.

Informationsvermittlung und Transparenz

Das Projekt Regionales Übergangsmanagement Nürnberg hat seit Projektbeginn die Erfassung, Abstimmung und Systematisierung der einzelnen Angebote und Elemente des Übergangsmanagements mit Nachdruck betrieben und sich um eine verbesserte Information der Jugendlichen, Eltern, der Akteure auf dem Übergangsfeld und der Öffentlichkeit bemüht. Dazu zählen:

  • Regelmäßige Treffen des Expertengremiums „Regionales Übergangsmanagement“ mit Vertretern der Arbeitsagentur, der ARGE, der Kammern sowie des Staatlichen Schulamts,
  • die Veröffentlichung thematischer Newsletter, z.B. zum Thema „Umsetzung des Programms Bildungsketten in Nürnberg“,
  • die Veröffentlichung der vom „Arbeitskreis SchuleWirtschaft Hauptschule“ übernommenen Elterninformation „Elternpower“ in den Sprachen Deutsch, Türkisch, Russisch, Italienisch, Griechisch und Englisch,
  • die Veröffentlichung des Infobriefes „Wegweiser zur Ausbildung“: Zwei Themenhefte, die auch in türkischer und russischer Sprache veröffentlicht wurden,
  • die Veröffentlichung von Fachbeiträgen im Newsletter des BMBF, Publikationen des DJI sowie der Fachpresse,
  • der Aufbau, die laufende Entwicklung und Aktualisierung einer Angebotsdatenbank (mit Suchfunktion) auf den Webseiten www.uebergangsmanagement.nuernberg.de.

Monitoring

Einen großen Anteil an der Arbeit des Nürnberger Übergangsmanagements nahm die Entwicklung eines Instrumentariums für das Monitoring an der Schnittstelle von der allgemeinbildenden Schule in die Berufsausbildung ein. Bis zur Veröffentlichung des Berichts E „Berufliche Bildung“ im Rahmen des ersten Nürnberger Bildungsberichts erfolgen dazu folgende Schritte:

  • Vorarbeiten für das Bildungsmonitoring am Übergang Schule – Beruf,
  • Weiterentwicklung und Diskussion von Kernindikatoren zum Übergangsmanagement auf der Basis vorliegender Nürnberger Daten innerhalb des Projekts und innerhalb der zuständigen städtischen Gremien,
  • eine erste (fach)öffentliche Vorstellung von Indikatoren und wichtiger Aspekte am Übergang Schule-Beruf in der Sitzung des Nürnberger Bildungsbeirats am 18. Mai 2011,
  • Sachstandsberichte in den gemeinsamen Sitzungen des Schul- und des Jugendhilfeausschusses des Stadtrats am 10. Juni 2010 und am 26. Mai 2011,
  • Veröffentlichung des Teilberichts E „Berufsbildung“ zum Nürnberger Bildungsbericht als eigenständige Publikation im Sommer 2011),
  • Vorbereitung des Berichtsteils E im ersten Nürnberger Bildungsbericht „Bildung in Nürnberg 2011“, der im September 2011 veröffentlicht wurde.

Öffentlichkeitsarbeit und bundesweiter Transfer

Das bereits entwickelte Corporate Design wurde verbessert und die RÜM-Homepage überarbeitet, um die Navigation zu vereinfachen. Die „Aktuell-Seite“ informiert über alle wichtigen Ereignisse im Nürnberger RÜM und darüber hinaus.
Mitarbeiter des Regionalen Übergangsmanagements nahmen an verschiedenen Tagungen und Kongressen aktiv mit Vorträgen und Workshops über die Nürnberger Praxis des Übergangsmanagements teil, unter anderem an den Transferworkshops für die RÜM-Standorte der zweiten Förderrunde.
Im Rahmen der überregionalen Vernetzung sind vor allem die Zusammenarbeit mit dem Netzwerk Hauptschulinitiativen (z. B. Bundestreffen in Nürnberg) und dem Arbeitskreis Weinheimer Initiative zu nennen. Darüber hinaus beteiligte sich das Nürnberger RÜM-Team regelmäßig an Treffen und am Erfahrungsaustausch mit weiteren Projektstandorten der Förderinitiative 1 im Programm „Perspektive Berufsabschluss".

Kollegiale Beratung von Projekten der zweiten Förderrunde

RÜM Nürnberg hat die Begleitung und Unterstützung der bayerischen Standorte aus der zweiten Förderrunde übernommen:

  • Teilnahme an bisher zwei Austauschtreffen und Workshops mit den Standorten Fürth, Augsburg und Landkreis Coburg,
  • Bearbeitung einzelner Produkte zum Transfer in andere Standorte (Datenbank, Experteninformation „Wegweiser Ausbildung“).

Lokale Koordinierung der Umsetzung des Bundesprogramms Bildungsketten im Rahmen des „Nürnberger Modells: Übergang Schule – Berufliche Bildung“

Die bereits vorher bestehenden drei anschlussorientierten Angebote SCHLAU, QUAPO und Kompetenzagentur bilden seit Ende 2010 gemeinsamt mit den Bildungsketten des BMBF und der Erweiterten vertieften Berufsorientierung evBO (Kooperation Arbeitsagentur und Bayerisches Kultusministerium, sogen. Bayerisches Modell) das Nürnberger Modell Übergang Schule – Berufliche Ausbildung. Bei der Entwicklung dieses Modells übernahm das Nürnberger RÜM von Beginn an eine wichtige Rolle:

  • Initiierung und Beratung des Anbieterverbundes BKN in Nürnberg,
  • Einrichtung des Steuerkreises „Bildungsketten“ mit dem Staatlichen Schulamt Nürnberg,
  • Erarbeitung und Anpassung des Gesamtkonzepts an die aktuellen Bedarfslagen,
  • Durchführung von Workshops für die im Verbund zusammengeschlossenen Träger sowie andere interessierte Akteure,
  • Herstellung von Transparenz hinsichtlich der Angebote,
  • Abstimmung der Angebote zur qualitativen Verbesserung und Vermeidung von Parallelstrukturen,
  • Inhaltliche Beratung der Projekte,
  • Erarbeitung von Zielvereinbarungen mit den Schulen in Abstimmung mit dem Staatlichen Schulamt,
  • Abstimmung mit dem Staatlichen Schulamt und der Arbeitsagentur,
  • Identifizierung von ESF-, Bundes- und Landesprogrammen und Programmberatung auf städtischer Ebene,
  • Bildungsmarketing und Werbung für Ausbildung für Nürnberger Schüler/innen.

Evaluation

Im Jahre 2010 kam es zwischen den Trägern und RÜM Nürnberg zu Vereinbarungen über die Evaluation der drei Projekte SCHLAU, QUAPO und Kompetenzagentur. Diese sind mittlerweile Bestandteile des Nürnberger Modell (s. o.). Das Regionale Übergangsmanagement übernahm dabei insbesondere:

  • Entwicklung von Qualitätsstandards,
  • Entwicklung von Regeln für den Zugang zu den verschiedenen anschlussorientierten Angeboten,
  • Erarbeitung von Zielvereinbarungen mit den Anbietern (sowohl städtische als auch freie Träger),
  • Begleitung und Qualitätssicherung der Angebote,
  • Evaluation und Berichterstattung,
  • Monitoring und Dokumentation,
  • Erarbeitung der erforderlichen Ausschussvorlagen für die Sitzungen des Schul- und des Jugendhilfeausschusses sowie des Stadtrates.

Sicherung der Nachhaltigkeit des Regionalen Übergangsmanagements

Der Stadtrat der Stadt Nürnberg beschloss am 21. September 2011 einstimmig, für die Umsetzung des „Nürnberger Modells: Übergang Schule - Berufliche Ausbildung“ vom kommenden Haushaltsjahr an Mittel für die drei anschlussorientierten Angebote sowie entsprechendes Personal im Bildungsbüro für das Regionale Übergangsmanagement einzustellen. 

Das Projekt Regionales Übergangsmanagement Nürnberg hat seit Projektbeginn die Erfassung, Abstimmung und Systematisierung der einzelnen Angebote und Elemente des Übergangsmanagements mit Nachdruck betrieben und sich um eine verbesserte Information der Jugendlichen, Eltern, der Akteure auf dem Übergangsfeld und der Öffentlichkeit bemüht. Dazu zählen

Regelmäßige Treffen des Expertengremiums "Regionales Übergangsmanagement" mit Vertretern der Arbeitsagentur, der ARGE, der Kammern sowie des Staatlichen Schulamts,

die Veröffentlichung des RÜM-Newsletters,

die Veröffentlichung der vom Arbeitskreis Schule-Wirtschaft Hauptschule übernommenen Elterninformation „Elternpower“ in den Sprachen Deutsch, Türkisch, Russisch, Italienisch, Griechisch und Englisch,

die Veröffentlichung von Fachbeiträgen im Newsletter des BMBF, Publikationen des DJI sowie der Fachpresse,

zahlreiche Fachvorträge auf Bildungsveranstaltungen und Zusammenarbeit mit der Universität Erlangen-Nürnberg,

die mit der ARGE Nürnberg gemeinsam organisierte und durchgeführte erste Bildungs- und Jugendkonferenz im Juli 2009 zum Thema „Übergang Schule – Beruf“,

das mit der Weinheimer Initiative gemeinsam organisierte Jahresforum 2010 im März,

Vorarbeiten für das Bildungsmonitoring Übergang Schule – Beruf; eine Weiterentwicklung und Diskussion von Kernindikatoren zum Übergangsmanagement erfolgte auf Basis der Nürnberger Datenlage innerhalb des Projekts und innerhalb der städtischen Gremien. Eine erste (fach-)öffentliche Vorstellung von Indikatoren und wichtiger Aspekte am Übergang Schule-Beruf fand am 27.03. in einer Sitzung des Nürnberger Bildungsbeirats statt,

Aufbau der Angebotsdatenbank www.uebergangsmanagement.nuernberg.de,

Veröffentlichung einer Handreichung zur Datenbank (newsletter),

Weitere Veröffentlichungen zur Übergangsthematik sowie eine Multiplikatorenausbildung zum Umgang mit der Datenbank befinden sich in unmittelbarer Vorbereitung.

Öffentlichkeitsarbeit und bundesweiter Transfer

Entwicklung von Corporate Design und Web-Präsenz,

Vorträge und inhaltliche Beiträge aus der Nürnberger Praxis, u.a. bei der DJI-Tagung in Halle (März 2010),

Partizipation am BiBB-Projekt „Anforderungen an die Professionalität des Bildungspersonals im Übergang von der Schule in die Arbeitswelt“; Nürnberg wurde als Untersuchungsstandort ausgewählt und im Jahr 2009 in die Vorbereitungen der Studie durch das BIBB integriert,

Überregionale Vernetzung mit dem Netzwerk Hauptschulinitiativen (hier auch Bundestreffen in Nürnberg), mit dem Arbeitskreis Weinheimer Initiative sowie regelmäßige Treffen und Erfahrungsaustausch mit weiteren Projektstandorten der Förderinitiative 1 im Programm „Perspektive Berufsabschluss".

Projekt­darstellungen

  • Newsletter Nr. 4/Dezember 2010

    [PDF - 430,7 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Uebergangsmanagement/Uebergangsmanagement_Nuernberg_RUeM_News_4_Bildungsketten.pdf)

  • Newsletter Nr. 3/Juli 2010

    [PDF - 1,14 MB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Uebergangsmanagement/Uebergangsmanagement_Nuernberg_Newsletter_07_2010.pdf)

  • Newsletter Nr. 2/Oktober 2009

    [PDF - 960,0 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Uebergangsmanagement/Uebergangsmanagement_Nuernberg_RUeM_Newsletter_0910.pdf)

  • Newsletter Nr. 1/Juli 2009

    [PDF - 238,2 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Uebergangsmanagement/Uebergangsmanagement_Nuernberg_RUeM_News0907_04.pdf)

Arbeits­materialien

 
Förderung
Durchführung