Dortmund
Zeitgewinn-Agentur Dortmund, Nordrhein-Westfalen, Förderlaufzeit: 01.05.2008- 31.03.2012


Kontakt


Schulverwaltungsamt Stadt Dortmund
Regionales Bildungsbüro
Kleppingstr. 21-23
44135 Dortmund

 


Schulverwaltungsamt, Jugendamt und Familienprojekt sind in Dortmund bereits seit den 90er Jahren in einem Dezernat zusammengefasst. Schulverwaltungsamt und Schulamt arbeiten abgestimmt im Fachbereich Schule zusammen. Die Wirtschaftsförderung Dortmund beteiligt sich an den Projekten zum Übergangsmanagement. Kommunale Koordinierungs-Strukturen sind mit der vom Oberbürgermeister im Jahr 2000 berufenen Bildungskommission und dem 2002 als operative Einheit beim Fachbereich Schule der Stadt Dortmund eingerichteten Regionalen Bildungsbüro bereits seit einigen Jahren vorhanden. Es bietet Beratung, Vermittlung, Qualifizierung, Koordinierung, Projektentwicklung und -begleitung in den folgenden Handlungsfeldern an:

  • Schulentwicklung,
  • Medienentwicklung,
  • Übergang Schule-Arbeitswelt,
  • Schulpsychologische Beratung,
  • Bildungspartnerschaften.

Das Handlungsfeld Übergang Schule-Arbeitswelt ist mit Ratsbeschluss von Mai 2005 hinzugekommen. Auf Initiative des Oberbürgermeisters wurde das "Zeitgewinn-Projekt" ins Leben gerufen. Die Vermeidung von Zeitverlust wurde zu einem Leitthema für mehr Qualität im Übergang gemacht und das Regionale Bildungsbüro mit seiner operativen Umsetzung beauftragt. Ein Zeitgewinn-Beirat "Regionales Übergangsmanagement Schule-Arbeitswelt" wurde vom Oberbürgermeister einberufen, in ihm arbeiten Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Dortmund, der Schulen, der Wirtschaft, der Kammern und Sozialverbände gemeinsam daran, mehr Qualität und Effektivität im Übergangsmanagement für alle Jugendlichen zu erzielen.   

Ziel des Projektes war es, eine funktionsfähige "Zeitgewinn-Agentur" aufzubauen, die verschiedene zentrale Funktionen des lokalen Übergangsmanagements vereinigt. Sie sollte als Service-Einrichtung für die Partner im Übergangssystem fungieren und operativ verantwortlich sein für die weitere Gestaltung des lokalen Übergangssystems. Die Etablierung der "Zeitgewinn-Agentur" diente einer stärkeren intrakommunalen, fachbereichsübergreifenden Zusammenarbeit sowie einem zunehmend höheren Niveau wechselseitiger Verbindlichkeit in der Kooperation mit den Übergangs-Partnern außerhalb der städtischen Verwaltung.

Nachdem in der Dortmunder Stadtgesellschaft und zwischen allen zentralen Übergangs-Akteuren ein breiter und tragfähiger Konsens über die Notwendigkeit kommunaler Koordinierung herrschte und wichtige Vorarbeiten geleistet waren, sollten in der knapp vierjährigen Laufzeit des Projektes mit zunehmender Verbindlichkeit

  • Instrumente und Routinen für die Zusammenarbeit vor Ort entwickelt,
  • ein funktionierendes Qualitätsmanagement aufgebaut und
  • eine politische Legitimation sowie eine gute öffentliche Verankerung erreicht werden.

Einen besonderen Stellenwert erhielten die Berufskollegs: Langfristigsollten sie zu regionalen Berufsbildungszentren für Jugendliche entwickelt werden.

Eine Grundlage für die Verstärkung und Konsolidierung der kommunalen Kooperation waren Monitoring / Berichterstattung zu den Übergangsverläufen Jugendlicher.

Verbindliche, ressourcengestützte Kooperationsmöglichkeiten mit anderen wichtigen Akteuren im Übergangssystem - insbesondere Agentur für Arbeit, ARGE, aber auch mit dem Land NRW als Schulaufsicht und mit der Regionalagentur - waren auszuloten. Die Fortbildung bzw. Qualifizierung des Personals trug dabei zur Nachhaltigkeit bei. Die Zusammenarbeit mit Verbänden und Vereinen, insbesondere auch Migrantenorganisationen und Elternvereinen als informellen Partnern im Bildungs- und Übergangssystem sollte verstärkt werden.

Am Ende des vierjährigen Projektes sollte auf der Grundlage eines abgestimmten Leitbildes Übergang Schule-Arbeitswelt die "Zeitgewinn-Agentur" im Regionalen Bildungsbüro des Fachbereichs Schule der Stadt Dortmund realisiert und nachhaltig verankert sein.    

Ergebnisse

Mit dem Projekt „Zeitgewinn-Agentur“ hat das Regionale Bildungsbüro der Stadt Dortmund den Dialog und die Kooperation mit allen am Aktionsbündnis „Zeitgewinn“ beteiligten Akteuren - darunter allgemeinbildende Schulen, Berufskollegs, Agentur für Arbeit Dortmund, Jobcenter Dortmund, Wirtschaftsverbände und Kommune - forciert. Durch die Beteiligung am BMBF-Programm „Perspektive Berufsabschluss“ erhielt das „Zeitgewinn-Projekt“ zusätzliche Ressourcen und damit einen weiteren Schub.

Dadurch konnten in zahlreichen Handlungsfeldern wichtige Fortschritte erzielt werden. Insbesondere die Berufskollegs sind als wichtige Akteure im Übergangssystem stärker an Entscheidungsprozessen beteiligt. Darüber hinaus konnten die Abstimmungsprozesse zwischen allgemeinbildenden Schulen und Berufskollegs durch das Projekt intensiviert werden.

Ergebnisse der Arbeit

Monitoring

Mit den im Januar 2011 und Dezember 2011 erschienenen Dortmunder Berufsintegrationsberichten ist eine systematische Grundlage für eine wirkungsorientierte Steuerung geschaffen. Sie setzen die disparaten Datenquellen in Beziehung zueinander und bündeln die Informationen zum Ausbildungsmarkt in Dortmund sowie zur Situation der Jugendlichen in Sondermaßnahmen und an den Dortmunder Berufskollegs.

Schüler Online

Zum Schuljahr 2011/12 führte die Stadt Dortmund in Absprache mit den allgemeinbildenden und beruflichen Schulen das zentrale Anmeldeverfahren „Schüler Online“ ein. Damit können sich Schüler und Schülerinnen, die eine allgemeinbildende Schule verlassen, zentral über das Internet anmelden, wenn sie ein Berufskolleg, eine Berufsschule oder die gymnasiale Oberstufe an einem Gymnasium bzw. einer Gesamtschule besuchen möchten.

Durch das neue Verfahren werden Mehrfachanmeldungen vermieden. Dies führt zu größeren Chancen für diejenigen, die bisher auf Wartelisten standen oder keinen Platz erhielten und oftmals bis nach den Sommerferien auf einen freien Platz warten mussten. Auch die Schulen haben damit frühzeitig Planungssicherheit, sie können ihr Bildungsangebot entsprechend organisieren und gezielt beraten.

Anlaufstelle für berufsschulpflichtige Jugendliche

Die Anlaufstelle soll nicht versorgte Jugendliche möglichst ohne weitere Zeitverluste ihren beruflichen Wünschen entsprechend vermitteln. Dazu wurde sie im Regionalen Bildungsbüro der Stadt Dortmund eingerichtet.
Zielgruppe sind Jugendliche, die ihre Berufsschulpflicht aktuell nicht erfüllen, zum Beispiel weil sie keine Ausbildungsstelle gefunden, ihre Ausbildung vorzeitig abgebrochen oder keinen Platz am Berufskolleg erhalten haben.

Die Anlaufstelle bietet

  • Beratung zu den Möglichkeiten, die Berufsschulpflicht zu erfüllen,
  • Vermittlung nicht versorgter Jugendlicher im laufenden Schuljahr in die Klassen für Schülerinnen und Schüler ohne Berufsausbildungsverhältnis an den Dortmunder Berufskollegs,
  • Überprüfung der Berufsschulpflicht jeweils nach den Sommerferien.

Dortmunder Berufswahlpass

Den Dortmunder Berufswahlpass (DIN-A4-Ordner) können Schülerinnen und Schüler aller Schulformen ab der 8. Klasse, in Weiterbildungseinrichtungen und in Angeboten der Jugendberufshilfe nutzen. Sie strukturieren und dokumentieren damit ihren Weg in Ausbildung und Beruf oder auch in ein Studium.

Gemeinsam mit den Koordinatoren und Koordinatorinnen für Studien- und Berufsorientierung aller Dortmunder Schulen, mit der Jugendberufshilfe und der VHS hat das Regionale Bildungsbüro schulformspezifische Kapitel entwickelt. So finden sowohl die Jugendlichen in der Sekundarstufe I in Förder-, Haupt-, Real- und Gesamtschulen als auch die in den Oberstufen der allgemeinbildenden Schulen, an Berufskollegs und in Maßnahmen der Jugendberufshilfe, bei Trägern oder der VHS für sie passende nützliche Dokumente und Tipps.

Der Dortmunder Berufswahlpass wurde 2009 flächendeckend eingeführt und wird seitdem kontinuierlich weiterentwickelt.

 

Ausblick

Beteiligung der Stadt Dortmund als Referenzkommune an der Umsetzung der Landesstrategie „Neues Übergangssystem NRW“

Nordrhein-Westfalen wird als erstes Flächenland einen landesweiten und systematischen Übergang von der Schule in die Ausbildung einführen. Ziel ist eine deutliche qualitative Verbesserung des Übergangssystems. In den Spitzengesprächen des Ausbildungskonsenses hat man sich 2011 zur Einführung eines transparenten, geschlechtersensiblen neuen Übergangssystems Schule-Beruf in NRW auf Umsetzungsschritte in vier Handlungsfeldern geeinigt:

  1. eine gezielte Berufs- und Studienorientierung in allen allgemeinbildenden Schulen,
  2. eine schlanke und klare Strukturierung des Übergangs von der Schule in die Ausbildung,
  3. eine Steigerung der Attraktivität des dualen Systems sowie
  4. die kommunale Koordinierung des Übergangsprozesses.

Anfang 2012 haben sieben sogenannte Referenzkommunen mit der Umsetzung begonnen. Dortmund ist darunter, weil es hier belastbare kommunale Koordinierungsstrukturen gibt und bereits wesentliche Elemente des geplanten neuen Übergangssystems umgesetzt werden. Hier kann die erfolgreiche Arbeit jetzt unter neuen Rahmenbedingungen fortgesetzt werden.

Damit können die im Rahmen von „Zeitgewinn“ und „Zeitgewinn-Agentur“ eingeleiteten Strukturen und Prozesse verstetigt und nachhaltig abgesichert werden. Die kommunale Koordinierung geht in den Regelbetrieb.

 

Seit diesem Schuljahr nimmt die Stadt Dortmund erstmals an dem Online-Anmeldeverfahren „Schüler Online“ teil. Schülerinnen und Schüler konnten sich mit diesem Verfahren im Internet für ein Dortmunder Berufskolleg, die Sekundarstufe II einer allgemeinbildenden Schule oder zur Berufsschule anmelden. Für jede dieser drei Möglichkeiten ist jeweils eine Anmeldung möglich. „Schüler Online“ bietet darüber hinaus einen guten Überblick über die Bildungsgänge an den Berufskollegs und den weiterführenden Schulen und ist damit eine gute Entscheidungshilfe.

Erste Erfahrungen zeigen, dass die Anmeldezahlen aufgrund der Vermeidung von Mehrfachanmeldungen an den Berufskollegs um 800 zurückgegangen sind. Eine weitere Erkenntnis ist, dass sich das Anmeldeverhalten mit Blick auf die gymnasiale Oberstufe an Gesamtschulen und Gymnasien verändert hat. Die Oberstufe an einer Gesamtschule wird im Verhältnis 2:1 gegenüber den Gymnasien bevorzugt angewählt.

Der erste Durchlauf ist gelungen. Schülerinnen und Schüler an den allgemeinbildenden Schulen konnten im Vorfeld besser beraten werden.

 

Zur Vorbereitung auf den Übergang an die Berufskollegs haben Fortbildungen mit dem Thema „Die Vielfalt der Dortmunder Berufskollegs - Anschlüsse und Abschlüsse“ für die Klassenlehrer und Klassenlehrerinnen der Abgangsklassen der allgemeinbildenden Schulen stattgefunden. Die Konzeptentwicklung und Durchführung erfolgte in Kooperation mit 16 Beratungslehrerinnen und Beratungslehrer der Berufskollegs.

 

Der erste Dortmunder Berufsintegrationsbericht 2010 ist im Januar 2011 erschienen. Der Bericht enthält Daten über den dualen Ausbildungsmarkt in Dortmund, Jugendliche in Sondermaßnahmen der Arbeitsverwaltung, die Situation an Berufskollegs im Übergang Schule - Beruf sowie die Verbleibsdaten der Abgänger und Abgängerinnen der 10. Klassen von allgemeinbildenden Schulen in Dortmund. Eine Fortschreibung wird im Spätherbst 2011 veröffentlicht.

 

Seit Oktober 2010 hat die Anlaufstelle für berufsschulpflichtige Jugendliche die direkte Verteilung von nicht versorgten berufsschulpflichtigen Jugendlichen auf die Dortmunder Berufskollegs übernommen. In der Regel werden die Jugendlichen in Klassen für Schüler  und Schülerinnen ohne Berufsausbildungsverhältnis (KSoB) integriert. Sie gehen zwei Tage in der Woche in die Schule und arbeiten drei Tage in der Woche in einem Praktikumsbetrieb. Die unbürokratische Hilfe wurde in Dortmund gut angenommen und wird von den Jugendlichen sowie von den unterschiedlichsten Akteuren (Jobcenter Dortmund, Agentur für Arbeit, allgemeinbildende Schule, Bezirksregierung Arnsberg, Jugendhilfe, u.v.m) genutzt.

Im Zeitraum Oktober 2010 bis Juni 2011 konnten über 90 nicht versorgte Schülerinnen und Schüler an Dortmunder Berufskollegs vermittelt werden.

 

Für Lehrer/Lehrerinnen und Schulsozialarbeiter Schulsozialarbeiterinnen an Dortmunder Schulen wurde von Februar bis Juni 2011 die viertägige Fortbildung „Mädchen und Jungen im Blick - Geschlechterbewusste Pädagogik in weiterführenden Schulen“ angeboten. Die Fortbildung bestand aus vier Modulen und hat sowohl Gender-Theorien als auch die praktische Umsetzung von einzelnen Projekten beinhaltet.

Voraussetzung für die Teilnahme war, dass von jeder teilnehmenden Schule eine Frau und ein Mann als „Tandem“ teilgenommen haben.

Die Fortbildung ist bei den Teilnehmenden auf sehr positive Resonanz gestoßen und wird voraussichtlich im kommenden Jahr für weitere Teilnehmer und Teilnehmerinnen wiederholt.

 

Im Oktober 2011 findet bereits zum zweiten Mal der „Tag der Zweiten Chance“ statt. Im Zeitgewinn-Netzwerk „Zweite Chancen sichern“ haben sich 58 Anbieter von Aus- und Weiterbildung zusammengeschlossen, die Jugendlichen und Erwachsenen einen (Wieder-)Einstieg in systematische Bildung ermöglichen. Beim „Tag der Zweiten Chance“ präsentieren die Anbieter sich und ihre Angebote in der Dortmunder Innenstadt.

Wichtige Schritte auf dem Weg zur Weiterentwicklung der Berufskollegs zu Regionalen Berufsbildungszentren sind eingeleitet worden. Im Juni 2011 fand auf Einladung des Oberbürgermeisters der Stadt Dortmund ein erstes Abstimmungsgespräch mit Vertreterinnen des Ministeriums für Schule und Weiterbildung und der Bezirksregierung Arnsberg (obere Schulaufsichtsbehörde), den Schulleitungen der Berufskollegs und Projektmitarbeiterinnen statt.

Der grundlegende Strukturwandel, die demografische Entwicklung und der zukünftige Fachkräftebedarf stellen vielfältige neue organisatorische und mit dem Blick auf regionale Partnerschaften auch kooperative Anforderungen besonders auch an die Berufskollegs. Die Bedeutung der beruflichen Schulen als regionale Standortfaktoren und als Dienstleister mit einer ausgeprägten Orientierung an den Bedarfen und Interessen der Schülerinnen und Schüler sowie den dualen Bildungspartnern, aber auch eine kontinuierliche, messbare Qualitätssteigerung der schulischen Arbeit geraten immer stärker in das Blickfeld aller an beruflicher Bildung Beteiligten.

Unter den Aspekten größere Selbstständigkeit, umfassendere Gesamtverantwortung, neues

Schulmanagement und neue Personalsteuerung soll in den nächsten Jahren die Entwicklung der Dortmunder Berufskollegs zu Berufsbildungszentren erprobt werden.

 

Wichtige Schritte auf dem Weg, die Berufskollegs stärker in die in Dortmund eingeleiteten Strukturen zur Gestaltung des Übergangssystems zu involvieren, sind gelungen. Die Berufskollegs sind inzwischen in allen relevanten Gremien vertreten, und es findet mit den lokalen und regionalen Facharbeitskreisen (AG Jugendberufshilfe, Regionalagentur, Dritter Weg etc.) ein regelmäßiger Informationsaustausch statt. Sie sind zudem besser eingebunden in Entscheidungsprozesse, wie z.B. Koordination der BVB Plätze zwischen Agentur für Arbeit, Maßnahmeträgern und Kollegs. Kontakte und Abstimmungsprozesse zwischen allgemeinbildenden Schulen und Berufskollegs wurden intensiviert, Studien- und Berufswahlkoordinatorinnen und -koordinatoren arbeiten eng zusammen.

Mit der Entwicklung des Dortmunder Berufswahlpasses wurde ein gemeinsames Projekt realisiert, an dem, koordiniert durch das Regionale Bildungsbüro "Zeitgewinn-Agentur", viele Partner mit großem Engagement mitgearbeitet haben: Studien- und Berufswahlkoordinatorinnen und -koordinatoren aller Schulen sowie Vertreterinnen und Vertreter der oben genannten Einrichtungen. Unterstützt durch die Agentur für Arbeit haben das JobCenter ARGE, das Jugendamt und die Hochschulen an einem Strang gezogen, damit im September 2009 der Dortmunder Berufswahlpass an alle Dortmunder Schulen - Förderschulen, Hauptschulen, Realschulen, Gesamtschulen, Gymnasien, Weiterbildungskollegs und Berufskollegs - sowie an Einrichtungen der Jugendberufshilfe, Qualifizierungs- und Beschäftigungsträger und die VHS übergeben werden konnte. Fast 20.000 Schülerinnen und Schüler in den Klassen 8, 9 und 11 sowie Jugendliche in berufsvorbereitenden Maßnahmen bzw. in Maßnahmen zur Erlangung eines nachträglichen Schulabschlusses arbeiten mit dem Berufswahlpass. Die neue Auflage für das aktuelle Schuljahr wird zurzeit an die Einrichtungen ausgeliefert. Die Studien- und Berufswahlkoordinator/innen und Verantwortliche von Bildungsträgern begleiten arbeiten in Netzwerken gemeinsam an der Weiterentwicklung. Das Bildungsbüro koordiniert die Arbeit der Netzwerke und bietet - bei Bedarf - Beratung und Qualifizierung an. Die Materialien des Berufswahlpasses stehen unter www.rbb.dortmund.de  zur Verfügung.

 

Seit dem Schuljahr 2009/2010 kann der Verbleib der Schülerinnen und Schüler nach der 10. Klasse in einer Datenbank („Dortmunder Schulbank“) nachgezeichnet werden. Die Auswertung der Ergebnisse zum Verbleib der Schüler/innen hat deutlich gemacht, dass weiterhin enorme gemeinsame Anstrengungen notwendig sind, um möglichst für alle Jugendlichen ihren Wünschen und Stärken entsprechende (Aus-)Bildungsangebote machen zu können.

Die Ergebnisse dieser Verbleibsdaten werden im 1. Berufsintegrationsbericht der Stadt Dortmund im Herbst 2010 veröffentlicht.

 

Der Dortmunder Berufsintegrationsbericht dokumentiert Zahlen, Daten und Fakten zu folgenden Bereichen: Der duale Ausbildungsstellenmarkt in Dortmund, Jugendliche in Sondermaßnahmen der Arbeitsverwaltung, Schülerzahlen, Zu- und Abgänger, Bildungsgänge an den Berufskollegs; Datenreport zur Dortmunder Schulbank (s.o.); Ergebnisse der qualitativen Befragungen von Schüler/innen aus den Abgangsklassen von Haupt-, Real- und Gesamtschulen.

 

Eine leitfadengestützte Befragung von allen 17 Dortmunder Hauptschulen ist ausgewertet. Damit liegt ein detaillierter Überblick über die Aktivitäten der Schulen im Bereich der Berufsorientierung vor: Praktika, Bewerbungstrainings, Kooperationen mit Betrieben/Bildungspartnerschaften, Beteiligung an Programmen des Landes, des Bundes und der Agentur für Arbeit.

 

Dortmund ist eine von 10 Modellkommunen/-kreisen in NRW, die das Landesprogramm „ILJA – Integration von lernbehinderten Jugendlichen in Ausbildung“ umsetzen. Die Konzeption von ILJA sieht eine starke Rolle der Kommune bei der Koordinierung der Aktivitäten vor. Im Modellvorhaben geht es darum, alle Jugendlichen mit Förderbedarf Lernen ab der 7./8. Klasse individuell zu begleiten über den Abschluss der allgemeinbildenden Schule hinweg bis in Ausbildung. Die Umsetzung lebt von einer engen Kooperation der Partner Schule, Jugend(berufs-)hilfe, Agentur für Arbeit, ARGE und Träger. Koordiniert wird das Vorhaben vom Regionalen Bildungsbüro.

 

Im Oktober 2010 findet die öffentliche Kampagne „Mit Anschluss zum Abschluss“ statt. Im Zeitgewinn Netzwerk „Zweite Chancen sichern“ haben sich 56 Dortmunder Anbieter von Aus- und Weiterbildung zusammen geschlossen, die Jugendlichen und Erwachsenen einen (Wieder-)Einstieg in systematische Bildung ermöglichen. Die Koordination des Netzwerks hat das Regionale Bildungsbüro übernommen. Die Kampagne findet vom 4. – 7.10.2010 statt. Sie beginnt mit einer öffentlichen Veranstaltung im Zentrum Dortmunds, bietet Tage der offenen Tür in Weiterbildungseinrichtungen, Berufskollegs und bei Bildungs- und Beschäftigungsträgern und endet mit einer Fachveranstaltung „JedeFrau, jederMann, jederZeit – Wiedereinstiege in systematische Bildung als Baustein lokaler Bildungspolitik.“

 

Ein Arbeitskreis zum Thema „Gender und Schule“ hat sich gebildet. Vertreten sind allgemeinbildende Schulen, Berufskollegs, das Schulverwaltungsamt. die Schulaufsicht und Bildungs- und Beschäftigungsträger.  Koordiniert wird der Arbeitskreis vom Regionalen Bildungsbüro.

Ziel des Arbeitskreises ist es, das Thema Gender mehr in Schulen einzubringen.

 

Ab dem Schuljahr 2010/2011 nimmt die Stadt Dortmund an dem Online-Anmeldeverfahren „Schüler Online“ teil. Hiermit können sich Schülerinnen und Schüler für das kommende Schuljahr zentral im Internet für ein Dortmunder Berufskolleg oder die Sekundarstufe II anmelden.

Schüler Online bietet darüber hinaus einen guten Überblick über die Bildungsgänge an den Berufskollegs und ist damit eine gute Entscheidungshilfe für Unentschlossene.

Projekt­darstellungen

  • Bilanz und Perspektiven 2011

    [PDF - 7,43 MB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Uebergangsmanagement/Uebergangsmanagement_Dortmund_ZeitgewinnBilanz2011.pdf)

  • Projektflyer

    [PDF - 198,8 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Uebergangsmanagement/Uebergangsmanagement_Dortmund_Flyer_Zeitgewinn_Agentur.pdf)

Arbeits­materialien

 
Förderung
Durchführung