Mit der Greifswalder Erklärung gegen Fachkräftemangel in Mecklenburg-Vorpommern
Am 29. August 2013 wurde im BiG - Bildungszentrum in Greifswald die „Greifswalder Erklärung“ verabschiedet. Mit dem Papier bekennen sich die Unterzeichnenden dazu, dem Fachkräftemangel in Mecklenburg-Vorpommern durch die Qualifizierung an- und ungelernter Arbeitskräfte zu begegnen.

Als Partner haben das Jobcenter und die Arbeitsagentur Greifswald, die Industrie- und Handelskammer Neubrandenburg für das östliche Mecklenburg-Vorpommern, der Unternehmerverband Vorpommern, der Landkreis Vorpommern-Greifswald sowie drei weitere Bildungsdienstleister die „Greifswalder Erklärung“ unterschrieben.

Es gibt viele gute Beispiele, über die das Team des Projektes zur beruflichen abschlussorientierten Nachqualifizierung An- und Ungelernter („anna“) vom BiG-Bildungszentrum in Greifswald berichten kann: Den ersten berufsbegleitenden Abschluss machte Ende 2011 ein junger Mann als Fachkraft im Gastgewerbe. Er hat sich berufsbegleitend das notwendige Wissen für eine externe Prüfung angeeignet und diese dann erfolgreich abgeschlossen. Überwiegend arbeitet das Team des Projektes mit Menschen zwischen 20 und 58 Jahren aus dem Landkreis, Frauen werden dabei etwa Mitte 20 aktiv, Männer hingegen kümmern sich erst etwa mit Anfang/Mitte 30 um einen Berufsabschluss. Auch viele Alleinerziehende haben sich an das Projekt gewandt, gerade bei jungen Frauen mit Kind, ohne Familie in der Nähe, ist es schwierig, einen regulären Berufsabschluss zu machen.

Das nun auslaufende Projekt wird mit der „Greifswalder Erklärung“ unter dem Motto „Hier geht es weiter“ nachhaltig aufgestellt. „Jeder, der einen Berufsabschluss will, soll von uns die nötige, individuell abgestimmte Unterstützung dafür bekommen“, sagt die Projektleiterin Dorit Wehling. „Dafür wollen die Partner eng und unbürokratisch zusammenarbeiten.“ Durch genau abgestimmte Bildungsmodule sollen nur Kurse nachgeholt werden, die nötig sind, um die Externenprüfung zum Berufsabschluss bestehen zu können. Da es kein „Allerweltsrezept“ in der Nachqualifizierung gibt, ist jede Beratung zunächst einmal eine Art „Lebensberatung“, an die sich dann eine umfassende Beratung mit mehreren Gesprächen anschließt, um dann den Weg zum Ziel zu finden.
„Hier geht es weiter“ ist das Motto des Projektes „anna“. Dieses ist Teil des Programms „Perspektive Berufsabschluss“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, vom Europäischen Sozialfonds und von der EU gefördert wird.

Die "Greifswalder Erklärung" steht in der Spalte rechts zum Download bereit.

 

Dokumente

 
Förderung
Durchführung