1. Transferfachveranstaltung am 20. und 21. 02. 2013 im Wissenschaftszentrum in Bonn
Zu dieser Veranstaltung wurde als Schwerpunktthema das Handlungsfeld Netzwerkarbeit bearbeitet. Der erste Tag begann mit aktuellen Themen aus dem Programm. Hans-Peter Albert sprach zu "Neuem aus dem Programm PBA": Zwei neue Kollegen aus der Öffentlichkeitsarbeit stellten sich den Teilnehmenden mit ihren Aufgabengebieten und den Unterstützungsangeboten für die Projekte vor: Gabriele Gabrielli, verantwortlich für die Produktesammlung und Programmhomepage und Tilman Jendrasik, zunächst verantwortlich für den Dreh des Films der FÖ 1 zur Jahrestagung.

Danach wurden drei Input-Vorträge gehalten. Themen waren die transferfähigen und transferwürdigen Produkte der Förderinitiative 2, die weitere Bearbeitung und die Publizierung durch das Programmmanagement. In diesem Zusammenhang wurde die neue Struktur der Homepage, insbesondere für den Bereich des Wissens- und Ergebnistransfer, vorgestellt, ebenso die Datenbank mit ihrem Aufbau und die Suchfunktion.

Der Impulsvortrag von Petra Post zur Verstetigung und Optimierung regionaler bzw. branchenbezogener Netzwerkarbeit zur Installation nachhaltiger Netzwerke in der Nachqualifizierung fasste die Grundlagen der Netzwerkarbeit zusammen und leitete Erfolgsfaktoren für die Projekte ab. Danach wurden Anregungen zur Optimierung der Netzwerkarbeit insbesondere in der letzten Projektphase gegeben. Ansätze zur Nachhaltigkeit von Netzwerken, dafür nutzbare Produkte aus dem Programm und Ergebnisse aus den Berichten der Evaluation beschlossen den ersten fachlichen Part der Veranstaltung.

Nicole Brinkmann sprach über Praxiserfahrungen zur Netzwerkarbeit aus der NQ Gießen- Lahn-Dill. Frau Brinkmann hat ausführlich den Aufbau der Projektarbeit, beginnend bei einer fundierten Analyse, deren Auswertung und Nutzung für die Projektarbeitkonzepte über Lobbyarbeit in der Region bei allen relevanten Partnern bis hin zur permanenten Evaluation und der Nutzung dieser Ergebnisse für die Netzwerkbindung und -information. Die Darstellung einer Modellrechnung zur Akquise und Aktivierung von finanziellen Potentialen in der Region rundete den Vortrag ab.

Die Praxiserfahrungen zum Landesnetzwerk NQ-MV Projekt „anna“ stellte der Vertreter des Projektes aus Greifswald, Alexander Schwalbe, vor. Herr Schwalbe hat den Aufbau des Nachqualifizierungs-Landesnetzwerkes MV von den ersten Aktivitäten des Projektes amon aus Schwerin über die vertragliche Fixierung bis hin zu Verstetigungen (gemeinsame Landes-Netzwerk-Homepage, landesweiter Beratungstag, einheitliche Strategien usw.) vorgestellt. Besonderen Raum widmete er den Vorteilen, die allen Netzwerkpartnern aus dieser Bündelung innerhalb eines Bundeslandes erwachsen.

Ein ganz herzlicher Dank geht an die Referentin und den Referenten aus den Projekten für das persönliche Engagement und hervorragenden praxisnahen Input.

Eine Diskussion zu den Impulsen beschloss den ersten Tag. Insbesondere wurden Fragen zu konkreten Umsetzungen, Herangehensweisen und Methoden nachgefragt, die die Übertragbarkeit der Praxisbeispiele in andere Regionen nochmals verdeutlicht.   
Der zweite Tag begann mit der Vorstellung von vorliegenden Produkten zur Verstetigung und Optimierung regionaler bzw. branchenbezogener Netzwerkarbeit zur Installation nachhaltiger Netzwerke in der Nachqualifizierung durch Petra Post.

Anhand der eingereichten Produkte und den Erfahrungen, die durch die Evaluation aus den Projekten zusammengestellt wurden, erfolgte zunächst ein allgemeiner Input. Anhand ausgewählter, konkreter, transferwürdiger Produkte von Projekten, die im Original vorlagen, erläuterten die jeweiligen Projektvertreter bzw. -vertreterinnen den Ansatz, die Strategie und die messbaren Erfolge. Entsprechend dem Thema: Öffentlichkeitsarbeit und Netzwerkarbeit im Sinne des Transfers von good- bzw. Best-Practice-Beispiele und der Verstetigung der regionalen bzw. Branchen-Strukturen sind messbare Erfolge insbesondere TN-Zahlen auf Fachveranstaltungen, Fachresonanz auf Veröffentlichungen, Akzeptanz der Produkte bei den Zielgruppen, Verbesserung der Argumentation nach Datenerhebungen, Wirtschaftlichkeit, Netzwerkaufbau und Netzwerkausstrahlung. So wurde wiederum die Übertragbarkeit, d. h. auch konkrete Transferstrategien, in den Mittelpunkt gestellt.

Folgende Produkte wurden durch die Projekte vorgestellt, die sie entwickelt haben:

  • Berlin, leap - Newsletter
  • Delmenhorst, aNaQ.Net - Fernseh- und Radiobeiträge
  • Dortmunder Initiative Pro Berufsabschluss - Beratungsinstrumente für Migrantinnen und Migranten (am Bsp. Erstgespräch Anerkennung/Bewertung ausländischer Abschlüsse)
  • Gießen, Netzwerk Nachqualifizierung Gießen – Lahn-Dill - Infoflyer Schunk, "Entfalten"
  • Greifswald, anna - Plakate mit Fallbeispielen
  • Finish IT Karlsruhe - Werbeplakat und elektronische Werbetafel, Straßenbahnwerbung
  • Netzwerk Pro Beruf Magdeburg - Facebookauftritt, ProBeruf-Chat
  • Hannover und Ludwigshafen - Servicestellen Nachqualifizierung Altenpflege für Niedersachsen und Rheinland-Pfalz - Zentrale Ergebnisse der Bedarfserhebung bei Pflegeeinrichtungen und ambulanten Diensten in der Region Ludwigshafen
  • Kaiserslautern, KIB - Qualifikations- und Kompetenzentwicklungsmanagement
  • Offenbach, Nachqualifizierung im Südwestverbund - Eine Chance für Straffällige in Hessen, Rheinland-Pfalz und Saarland - Netzwerkplakat/NQ-Berufe

Explizit wurde die Herangehensweise, die Konzeption der Umsetzung und die Wirkung der Produkte geschildert.

Bild vom TagungsraumDie Diskussion wurde unter Einbezug der Produkte fortgesetzt. In der Regel wurden Fragen und Anregungen im Zusammenhang mit der Präsentation der Produkte gestellt bzw. gegeben.

Danach erfolgt die Vorstellung des Programms der Jahrestagung durch Hans-Peter Albert.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmeiter diskutierten Vorschläge und Beiträge der Projekte zur Jahrestagung.
Nach dem Mittagsimbiss erfolgte um 13.30 Uhr die offizielle Verabschiedung. In der Blitzlicht-Feedbackrunde wurde zum Ausdruck gebracht, dass der Austausch für den Transfer sehr hilfreich und wichtig ist. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmeiter bekräftigten, dass sie neue Impulse für das letzte halbe Projektjahr mitgenommen haben, die sie umsetzen werden.

Ein herzliches Dankeschön geht noch mal an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer für ihre aktive, interessierte und engagierte Mitarbeit.

 

 
Förderung
Durchführung