Region Ostbrandenburg
„auf KURS in MOL“, Landkreis Märkisch-Oderland, Brandenburg, Förderlaufzeit: 01.09.2010-31.08.2013


Kontakt

Madlen Mosig
Handwerkskammer Frankfurt (Oder), Region Ostbrandenburg
Bildungszentrum
Spiekerstraße 11
15230 Frankfurt (Oder)

Tel.: 0335-5554241
E-Mail: madlen.mosig@hwk-ff.de

www.aufkursinmol.de


Der Landkreis Märkisch-Oderland (MOL) befindet sich im Osten Brandenburgs und ist geprägt von einer geringen Bevölkerungsdichte und einer Unternehmensstruktur mit eher kleinen und mittelständischen Betrieben. Zentrale Merkmale der Region sind das starke Gefälle zwischen Ost und West (Berlin-naher Raum) in Bezug auf Bevölkerungsdichte, Arbeitsplätze, eine Tendenz zur Abwanderung junger Menschen und eine damit einhergehende Alterung der Bevölkerung. Dieser demographische Trend wird sich zukünftig noch verstärken.

Ein großer Anteil der Schulabgängerinnen und Schulabgänger hat keine Vorstellung über die berufliche Zukunft. Schlechte Schulnoten erschweren den Start ins Berufsleben. Dies hat zur Folge, dass viele Ausbildungsstellen unbesetzt bleiben. Die Diskrepanz zwischen den nicht besetzten Ausbildungsstellen und den unversorgten Bewerberinnen und Bewerbern sowie die hohe Anzahl der Ausbildungsabbrüche zeigt, dass die Jugendlichen häufig unzureichend auf das Berufsleben vorbereitet sind, falsche Vorstellungen über einen Beruf haben und oftmals ihre eigenen Interessen, Stärken und Schwächen schlecht einschätzen können. Eine frühzeitige Berufsorientierung und die Beteiligung aller Akteure sind daher sehr wichtig.

Die Vielfalt von Zuständigkeiten im Bereich des Übergangsmanagements erfordert einen hohen Koordinierungsbedarf. Im Landkreis MOL gibt es keine systematischen und umfassenden Informationen über das Übergangsgeschehen. Die fehlende Transparenz der Trägerstrukturen und Träger für das Übergangsmanagement erschwert eine Zusammenarbeit aller beteiligten Akteure und die Erstellung eines langfristig angelegten Gesamtkonzepts. 

Für die regionalen Akteure und Zielgruppen soll mehr Transparenz und ein Schnittstellenmanagement zwischen den Jugend-, Bildungs- und Arbeitsmarktaktivitäten geschaffen werden. Die Kompetenzen aller Akteure müssen zielgerichtet und überschaubar gebündelt und vernetzt werden. Die Basis dafür bildet die projektbezogene Koordinierungsstelle im Bildungszentrum der Handwerkskammer Frankfurt (Oder) – Region Ostbrandenburg. Ein systematisches Monitoring zeigt den Informationsstand der Jugendlichen zur beruflichen Zukunft, die Erfahrungen mit bestehenden Angeboten sowie Beteiligung der Lehrer und Eltern.

Das nachhaltige Ziel des Projektes ist die optimale Vorbereitung der Schulabgängerinnen und Schulabgänger auf die Berufswelt sowie die Eröffnung individueller Berufsperspektiven, um den zukünftigen Fachkräftebedarf in der Region zu decken und Abwanderung zu verhindern. Außerdem soll die Zahl der Jugendlichen ohne Berufsabschluss und die Zahl der Ausbildungsabbrecher durch frühzeitige Orientierung und Stärken-Schwächen-Eruierung langfristig gesenkt werden. 

Im Rahmen des Projektes wird ein effektives und nachhaltiges System geschaffen, das alle Aktivitäten zum Übergangsmanagement von der Schule in den Beruf bündelt und somit Transparenz für alle Akteure schafft. Dazu wird in der Handwerkskammer eine Koordinierungsstelle eingerichtet.

Ausgangspunkt für alle weiteren Projektaktivitäten ist die Ermittlung der Zukunftspläne, Berufsvorstellungen und Interessen der Schüler aus Gymnasien, Ober- und Förderschulen sowie der Beitrag der Eltern, Lehrkräfte und beteiligten Akteure mittels Befragungen. Durch Folgebefragungen werden Daten zum Verbleib von den Schulabgängern erhoben und erfasst.

Eine systematische Bestandsaufnahme und Zusammenfassung aller Aktivitäten in der Region bildet die Grundlage zur Herstellung von Transparenz im Übergangsmanagement. Ein Leitfaden mit sämtlichen Aktivitäten und best-practice-Beispielen gibt sowohl den Anbietern als auch Schülern und Schülerinnen, Lehrerinnen und Lehrern sowie Eltern eine langfristige und nachhaltige Orientierung.

Informationsveranstaltungen für Eltern und Lehrkräfte dienen als Hilfestellung bei der beruflichen Orientierung unter Berücksichtigung der Bedürfnisse, Stärken und Vorlieben der Schülerinnen und Schüler.

Die enge Zusammenarbeit mit örtlichen Arbeitsagenturen, ARGEn, kommunalen Trägern, Kammern, Berufsschulen, Bildungsträgern sowie Beratungseinrichtungen ist Vorraussetzung für die Verknüpfung vielfältiger Angebote und damit für den Projekterfolg.

Ergebnisse

Ergebnis

Neben der Koordinierung der Netzwerk- und Arbeitstreffen der regionalen Arbeitsmarktakteure auf den verschiedenen Ebenen und zu den unterschiedlichen Handlungsfeldern des Übergangsmanagements Schule-Beruf wurde im Projekt ein Schwerpunkt auf die Elternarbeit und die Kommunikation mit den Schulen gelegt. Das Projekt wurde vom Arbeitskreis Schule-Wirtschaft unterstützt, der auch über den Förderzeitraum hinaus zur nachhaltigen Verankerung der angestoßenen Koordinierungs- und Abstimmungsprozesse wesentlich beiträgt. Die Ergebnisse der vom Projekt durchgeführten breit angelegten Schülerbefragungen zu den Berufswünschen und der von den Schülerinnen und Schülern erlebten Vorbereitung auf die Berufswelt wurden in die Arbeitskreise und Gremien der regionalen Akteure eingebracht. Sie bildeten die Basis sowohl für eine Sensibilisierung für den Handlungsbedarf, als auch für eine Ableitung konkreterer Angebots- und Maßnahmenbedarfe. Das Projekt wurde von einer intensiven Öffentlichkeitsarbeit mit Informationsmöglichkeiten über Flyer, Broschüren, eine Homepage und einer Facebook-Site flankiert.

Fazit


Der Projektverlauf mit allen Erfahrungen und Erkenntnissen wurde kontinuierlich dokumentiert, analysiert, in der Gremienarbeit gespiegelt und in den weiteren Arbeitsprozessen berücksichtigt. Am wichtigsten war die Erkenntnis, dass die Schaffung von Transparenz im Abstimmungsverhalten und die Bündelung der Aktivitäten im regionalen Übergangsgeschehen nur angestoßen werden konnte. Schulen, Eltern und regionale Akteure müssen in der Weiterentwicklung der Koordinierungsarbeit und durch die nachhaltigere Wirkungsmöglichkeit des Arbeitskreises Schule-Wirtschaft auch weiterhin für diese nur gemeinsam zu bearbeitende Aufgabe sensibilisiert und längerfristig gewonnen werden.
Neben Flyern, Presseartikeln und Projektpräsentationen wurden zwei handliche Broschüren mit Informationen für die Eltern entwickelt. Diese sind mit einer Darstellung der Aktivitäten zum Übergangsmanagement und aussagekräftigen Daten zur Nachhaltigkeit der Berufsorientierungsmaßnahmen beispielgebend. Außerdem wurde die Projekthomepage zu einer Informationsdatenbank für Schulen, Eltern und Schülerinnen und Schüler erweitert. Die Aktivitäten des Projekts werden im Wesentlichen weitergeführt vom Arbeitskreis Schule-Wirtschaft und durch die langfristig gesicherte Zusammenarbeit der regionalen Netzwerke.

Nachdem sich das Projekt „auf KURS in MOL“ im ersten Jahr in der Region etablieren konnte und in Zusammenarbeit mit den Schulen, Netzwerkpartnern und anderen Akteuren eine breite Übersicht über Aktivitäten, Termine und Ansprechpartner im Bereich Übergangsmanagement erstellt hatte, konkretisierten wir unsere Mitwirkung an der Schaffung von Rahmenbedingungen für eine optimale Vorbereitung der Schulabgänger auf die Berufswelt . Ein besonderer Arbeitsschwerpunkt lag 2012 auf der breit angelegten Durchführung von Schülerbefragungen. Aus den Ergebnissen der Befragungen konnten konkrete Anhaltspunkte für den Handlungsbedarf in der Region ermittelt werden. Da sich aus den Umfragen ergab, dass die Eltern die wichtigsten Ansprechpartner der Jugendlichen bei der Berufswahl sind, wurden vom Projekt verstärkt Maßnahmen unternommen, um sie in den Übergangsprozess ihrer Kinder einzubinden. Die Kontakte zu strategischen Partnern und anderen Akteuren wurden im Rahmen der Netzwerkarbeit weiterhin mit dem Ziel gepflegt, die Kompetenzen aller Akteure überschaubar zu bündeln und vernetzen. Diese Zusammenarbeit war für alle Beteiligten insgesamt sehr gewinnbringend. Auch die zielgruppenorientierte Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit wurde fortgesetzt und hat erste Ergebnisse hervorgebracht.

 

Schülerbefragungen

Im Schuljahr 2011/2012 wurden durch das Projekt „auf Kurs in MOL“ im Landkreis Märkisch-
Oderland insgesamt 1632 Schüler/innen der Klassenstufen 7 bis 11 an verschiedenen Schultypen (9 Oberschulen, 3 Förderschulen und 2 Gymnasien) zu ihren Zukunftsvorstellungen und Berufswünschen befragt. Die Zusammenarbeit mit den Schulen hinsichtlich der Durchführung der Befragungen lief insgesamt sehr zufrieden stellend. Aufgrund der hohen Stichprobe kann von einer repräsentativen Studie gesprochen werden. Gegenstand der Schülerbefragung waren folgende Themen: Wunsch über den Verbleib in der Region, Pläne nach der Schule (Ausbildung, Studium etc.), Berufswünsche, Instrumente der Berufsorientierung und Ansprechpartner zur Berufswahl. Ausführliche Ergebnisse der Schüler- und Elternbefragungen sind dargestellt unter: http://umfragen.aufkursinmol.de/
Eine wichtige, aus den Befragungen gewonnene Erkenntnis ist, dass die Eltern für die Jugendlichen die wichtigsten Ansprechpartner sind. Nur wenn die Eltern gut informiert sind, können sie dies an ihre Kinder übermitteln. Daher sind Eltern als wichtige Zielgruppe von Berufsinformationsveranstaltungen 2012 noch stärker in den Arbeitsfokus des Projekts gelangt. In Zusammenarbeit mit den anderen Akteuren wurden vier Elternworkshops durchgeführt, in denen gezielt die Eltern rund um die Ausbildungsmöglichkeiten in der Region informiert wurden. Nach Abschluss der Befragungen hat das Projekt zu Beginn des neuen Schuljahrs kurze telefonische Nachbefragungen durchgeführt, um Informationen über den Verbleib der befragten Schüler zu erhalten.

 

 

Netzwerkarbeit

Auch in diesem Jahr wurde die Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Schule-Wirtschaft fortgesetzt, dessen Ziel es ist, die Unternehmen der Region und die Schulen zur Kooperation auf dem Gebiet der frühzeitigen Berufsorientierung zu bewegen. Die gemeinsame Verantwortung von Wirtschaft und Schule für die Region und die Sicherung des Fachkräftenachwuchses stehen dabei im Mittelpunkt.
Das Projekt „auf KURS in MOL“ war schon im letzten Jahr dem Arbeitskreis beigetreten, beteiligte sich aktiv in der Koordinierungsgruppe und übernahm zusammen mit weiteren Akteuren die Organisations- und Lenkungsfunktion.
Weiterhin verfolgte das Projekt mit seiner Netzwerkarbeit das Ziel, durch Anregung aller beteiligten Akteure zur landkreisweiten Umsetzung des regionalen Übergangsmanagements beizutragen. In diesem Zusammenhang konnte die Kooperation mit der Bundesagentur für Arbeit als einem wichtigen Entscheidungsträger fortgesetzt werden. Das Projekt „komm auf Tour - deine Stärken, deine Zukunft“ wurde erneut gemeinsam mit der Arbeitsagentur durchgeführt.
Insbesondere im Hinblick auf die Durchführung gemeinsamer Elternworkshops wurden Handlungsschritte der beteiligten Akteure zur Steigerung der Effektivität der Instrumente des Übergangssystems unternommen. So wurden beispielsweise die Elternworkshops durch die Agentur für Arbeit und das Jobcenter beworben bzw. Empfehlungen für Eltern ausgesprochen. Im Jahr 2012 konnte durch die Netzwerkarbeit die gute Zusammenarbeit mit vielen wichtigen strategischen Partnern weitergeführt und ausgebaut werden.

 

Öffentlichkeitsarbeit

Die frühzeitige systematische Berufsorientierung stellt eine Zukunftschance für Jugendliche dar und dient der regionalen Fachkräftesicherung. Daher hat das Projekt weiterhin daran gearbeitet, entsprechende Informationsangebote einer breiten Öffentlichkeit nachhaltig zugänglich zu machen. Zielgruppe dieser Arbeit waren die Jugendlichen selbst, aber auch Lehrer, Lehrerinnen und Eltern. Im Vordergrund stand, bereits vorhandene Aktivitäten im Übergangsmanagement transparent darzustellen und zu verbreiten. Dies geschah durch die Projekt-Homepage (www.aufkursinmol.de) sowie durch eine offizielle Fanseite auf Facebook. Auf der Internetplattform können sich Jugendliche, Eltern, Lehrern, Lehrerinnen und Unternehmer und Unternehmerinnen einen Überblick über die regionalen Angebote und Fördermöglichkeiten am Übergang zwischen Schule und Beruf verschaffen. Es wird auf spezifische Informationsangebote und Beratungsstellen der anderen Akteure hingewiesen. Durch den stets aktuellen Veranstaltungskalender werden die Seitenbesucher fortlaufend auf Messen, Berufspräsentationen, Workshops und Events des Projekts und anderer Akteure in der Region Märkisch Oderland hingewiesen. Im Navigationsbereich Netzwerk werden Schulen und weitere regional agierende Akteure präsentiert sowie Informationen über ihr Engagement und die entstehende Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Übergangsmanagements dargestellt. Neben diesem Online-Informationsangebot erarbeitete das Projekt eine Elternkarte, die kurz und prägnant die wichtigsten Ansprechpartner und Termine bezogen auf das Übergangsmanagement darstellt. Gegen Ende 2012 wurde die Elternkarten aktualisiert und neu aufgelegt. Das Projekt erarbeitete auch eine Broschüre zu den Schulabschlüssen und den darauf aufbauenden Ausbildungs- und Beratungsmöglichkeiten in der Region.

 

Elternworkshops

Ausgehend von der aus den Schülerbefragungen gewonnenen Feststellung, dass die Eltern die wichtigsten Partner ihrer Kinder bei der Berufswahl sind, hat das Projekt 4 Elternworkshops in verschiedenen Städten des Landkreises durchgeführt. Wichtige Partner hierbei waren die Agentur für Arbeit, die Handwerkskammer, IHK, Landaktiv und soziale Projektträger der Region sowie Schulen, über die der Kontakt zu den Eltern hergestellt wurde. Die Elternworkshops wurden jeweils im Vorfeld von der lokalen Presse beworben. Nach den Workshops erfolgte erfreulicherweise ebenfalls eine teilweise sehr ausführliche Berichterstattung. Nicht zuletzt durch die breit angelegte Öffentlichkeitsarbeit waren die Veranstaltungen in der Regel sehr gut besucht. Auf den Workshops wurden die beliebtesten Berufe in den Bereichen Industrie, Handel, Handwerk und Landwirtschaft vorgestellt und die Eltern und Jugendlichen konnten sich über Fördermöglichkeiten während der Berufsausbildung informieren. Es kamen auch Auszubildende und Personalverantwortliche zu Wort, die aus ihrem Arbeitsalltag berichteten. Die Elternworkshops stellen somit einen konkreten Schritt zur Bündelung der regionalen Kompetenzen im Übergangsmanagement in Verbindung mit der Einbeziehung einer wichtigen Beratungszielgruppe dar.

Zu den wesentlichen Arbeitsschwerpunkten im ersten Projektjahr gehörten hauptsächlich die Bekanntmachung und Etablierung des Projektes sowie die Netzwerkbildung. In den ersten Monaten hat das Projektteam Arbeitsstrategien erarbeitet, Aufgabenbereiche definiert und intensive Recherchen getätigt. Durch verstärkte und zielgruppenorientierte Öffentlichkeits- und Netzwerkarbeit wurden die lokalen Akteure fortlaufend über die Idee, die Ziele und die Umsetzungsstrategien des Projektes informiert und auf die Notwendigkeit des Regionalen Übergangsmanagements hingewiesen.

Die Netzwerkarbeit leistet einen wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Projektrealisierung und Sicherung der Nachhaltigkeit. Nach Kontaktaufnahme mit Schulen, regionalen Akteuren des Arbeitsmarktes, zuständigen Stellen sowie Jugend- und Bildungsträgern wurden Gespräche geführt und konkrete Absprachen zum weiteren gemeinsamen Vorgehen getroffen. Bereits vorhandene Netzwerkstrukturen wurden ausgebaut und gefestigt. Der regelmäßige Transfer von guter Praxis aus der landkreisübergreifenden Netzwerkarbeit gibt auch in der Region Ostbrandenburg Anregungen zur nachhaltigen Optimierung der frühzeitigen Berufsorientierung.

Seit Projektbeginn hat das Projekt viele Entscheidungsträger als strategische Partner gewinnen können. Beispielsweise wurden Gespräche mit der Agentur für Arbeit geführt, woraus u.a. die Zusammenarbeit im Rahmen des Projektes „komm auf Tour - deine Stärken, deine Zukunft“ entstand. Als Hauptkooperationspartner übernahm „auf KURS in MOL“ die Koordination im Landkreis Märkisch-Oderland und war damit für die Sensibilisierung und die Akquise von weiteren lokalen Kooperationspartnern sowie für die Anmeldekoordination von Schulen zuständig. Während des Parcours war das Projektteam als Reisebegleitung von Jugendlichen, im Lehrkräfteservice und bei der Elternberatung aktiv eingebunden und hat somit insgesamt 500 Jugendliche und 50 Elternvertreter/-vertreterinnen auf das Projekt aufmerksam gemacht.

In enger Zusammenarbeit mit den regionalen Stellen der Berufsberatung erfolgte die Übergabe der Berufswahlpässe an den Schulen in Märkisch-Oderland.

Zu Beginn des Projektes zeichnete sich die bestehende Netzwerkstruktur im Landkreis durch unklar formulierte Zuständigkeiten, fehlende Kapazitäten und ein dezentralisiertes Vorgehen aus. In Kooperation mit dem „NETZWERK ZUKUNFT Schule + Wirtschaft in Brandenburg“ ist es gelungen, den Anstoß für eine Aktivierung des "Arbeitskreis Schule-Wirtschaft in Märkisch-Oderland" zu geben. „auf KURS in MOL“ ist inzwischen dem Arbeitskreis beigetreten, beteiligt sich aktiv in der Koordinierungsgruppe und übernimmt zusammen mit weiteren Akteuren die Organisations- und Lenkungsfunktion. Für das Projekt hat die Unterstützung des "Arbeitskreis Schule-Wirtschaft in Märkisch-Oderland" einen besonders hohen Stellenwert; die aktive Mitarbeit trägt zur Sicherung der Nachhaltigkeit von bestehenden Aktivitäten der Berufsorientierung und des Übergangsmanagements sowie zur Entwicklung von neuen Konzepten auf diesem Gebiet bei. Angestrebt wird, die bestehenden Projekte des Netzwerkes regional allen zugänglich zu machen und zur Nachahmung anzuregen.

Ferner nahm das Projektteam auch an der Jury teil, die auf Initiative des „NETZWERK ZUKUNFT Schule + Wirtschaft in Brandenburg“ Schulen mit hervorragender Berufsorientierung bewertete. Aus dem Landkreis Märkisch-Oderland wurden fünf Schulen ausgezeichnet. Die vielfachen Auszeichnungen für Schulen im Landkreis zeigen, dass dort auf dem Gebiet der Berufsorientierung eine sehr gute Arbeit geleistet wird. Die Audits in den Schulen dienten unserem Projekt gleichzeitig zur Bestandsaufnahme im Übergangsmanagement.

Die kontinuierliche Öffentlichkeitsarbeit ist Voraussetzung für die Bekanntmachung und Erhöhung der Akzeptanz des Projektes in der Region. In diesem Rahmen wurden zielgruppengerechte Informationsmaterialien, z.B. Projekt-Flyer, Roll-Up-Banner und Give-Aways erarbeitet und verbreitet. Um das Projekt bekannt zu machen, wurden neben einer Reihe von Publikationen mittels digitalen Medien und Printmedien auch eine projekteigene Internetseite (www.aufkursinmol.de) entwickelt. Auf der Informationsplattform können sich Jugendliche, Eltern, Lehrern/Lehrerinnen und Unternehmer/Unternehmerinnen einen Überblick über die regionalen Angebote und Fördermöglichkeiten am Übergang zwischen Schule und Beruf verschaffen. Im Navigationsbereich Netzwerk werden Schulen und weitere regional agierende Akteure präsentiert sowie Informationen über ihr Engagement und die entstehende Zusammenarbeit auf dem Gebiet des Übergangsmanagements dargestellt. Eine offizielle Fanseite des Projektes im sozialen Netzwerk Facebook ergänzt die Projekt-Homepage. Dieser alternative Kommunikationsweg dient der Sensibilisierung von Jugendlichen, aber auch von Lehrern/Lehrerinnen und Eltern für das Übergangsgeschehen in ihrer Nähe und zielt darauf ab, sie dazu zu bewegen, die vorhandenen Angebote der Berufsorientierung aktiv zu nutzen. Darüber hinaus ist das Projekt auf Berufsinformationsmessen, Ausbildungs- und Studienbörsen und ähnlichen Veranstaltungen im ganzen Landkreis vertreten. Auf diesen Events besteht die Möglichkeit, sich ein Gesamtbild von der Angebotslandschaft zu machen sowie persönliche Kontakte mit den regionalen Akteuren herzustellen.

Die Bestandsaufnahme der lokalen Angebote zum Übergangsmanagement werden mittels intensiver Recherchen und persönlicher Gespräche mit Akteuren durchgeführt. Die Erfassung der Aktivitäten im Rahmen der Berufs- und Studienorientierung an Schulen runden diese ab. Auch mithilfe intensiver Recherchen und aktiver Netzwerkarbeit werden alle Jugend-, Bildungs- und Arbeitsmarktaktivitäten zum Übergangsmanagement von der Schule in den Beruf ermittelt. Um die Bestandsaufnahme zu professionalisieren, sind Unterlagen erarbeitet worden, die die Gesprächsführung dokumentieren bzw. die Berufsorientierungsaktivitäten zusammenfassen. Diese Informationen fließen dann in eine Angebotsdatenbank ein. Zur Gewährleistung der Sachlichkeit und Neutralität der Bestandsaufnahme der lokalen Angebote wird das Projekt durch einen externen Dritten evaluiert und begleitet.

Bezüglich der Bestandsaufnahme der Aktivitäten im Übergangsmanagement bei den Anbietern sind erste Erfolge zu verzeichnen. Die Projektvorstellung stieß bei allen Akteuren auf großes Interesse. Die Kooperationsbereitschaft ist sehr hoch. Im Rahmen von persönlichen Gesprächen wurde die Bestandsaufnahme der Angebote zum Übergangsmanagement durchgeführt. Die Auswertung und Bündelung dieser Bestandsaufnahme ist derzeit Aufgabe des Projektteams. Des Weiteren wurden alle projektrelevanten Schulen und die zuständigen Schulträger im Landkreis MOL sensibilisiert. An den meisten Schulen ist die Vor-Ort-Analyse der Berufs- und Studienorientierung erfolgt. Der Großteil der Schulen ist bereit, mit dem Projekt zusammenzuarbeiten.

In Vorbereitung auf die erste Befragungsrunde wurden eine strategische Vorgehensweise erarbeitet, die entsprechenden Erhebungsinstrumente entwickelt und die Genehmigung zur Durchführung der Befragungsstudie vom Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg beantragt. Im Rahmen einer Pilotphase im Schuljahr 2010/2011 wurden 140 Schüler/Schülerinnen der 8. und 9. Klassen befragt. Nach dem ersten, papierbasierten Durchlauf erfolgte ein Umstieg auf onlinegestützte Fragebögen, so dass zukünftig der Aufwand sowohl für die Schulen als auch für die Projektmitarbeiter und -mitarbeiterinnen möglichst gering gehalten wird.

Anfang November folgten Vertreter und Vertreterinnen aus der beruflichen Bildung, den Schulen, Bildungs- und Jugendträgern, Wirtschaftskammern, Politik und Arbeitsförderung sowie Eltern unserer Einladung zur Fachtagung und zogen mit uns gemeinsam eine erste Zwischenbilanz. Das Projekt stellte die ersten Ergebnisse vor und diskutierte mit den Akteuren über Erfahrungswerte, Herausforderungen sowie Handlungsansätze im anschließenden Fachaustausch.

Das Projekt hat sich nach knapp einem Jahr erfolgreich in der Region etabliert. Durch die enge Zusammenarbeit mit den Schulen sowie regionalen Akteuren und Netzwerkpartnern konnte das Projektteam eine Übersicht erstellen, welche sowohl die Jugendlichen als auch Eltern, Lehrerinnen und Lehrer, Akteure und Unternehmen über sämtliche Aktivitäten, Termine und Ansprechpartner im Bereich Übergangsmanagement informiert.

 

Projekt­darstellungen

  • Flyer für Eltern

    [PDF - 281,9 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Uebergangsmanagement/Uebergangsmanagement_FrankfurtOder_flyer_eltern.pdf)

  • Facebook-Präsenz

    [PDF - 617,9 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Uebergangsmanagement/Uebergangsmanagement_FrankfurtOder_facebook.pdf)

  • Newsletter Oktober 2012

    [PDF - 55,2 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Uebergangsmanagement/Uebergangsmanagement_FrankfurtOder_newsletter_10_2012.pdf)

  • Newsletter Juli 2011

    [PDF - 71,1 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Uebergangsmanagement/Uebergangsmanagement_FrankfurtOder_newsletter_201107.pdf)

  • Projektflyer

    [PDF - 299,0 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Uebergangsmanagement/Uebergangsmanagement_FrankfurtOder_Projektflyer.pdf)

  • Banner Projekt

    [PDF - 266,0 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Uebergangsmanagement/Uebergangsmanagement_FrankfurtOder_Banner_rb_allgemein_korrigiert_20110215.pdf)

  • Banner für Jugendliche

    [PDF - 360,0 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Uebergangsmanagement/Uebergangsmanagement_FrankfurtOder_BannerJugendliche.pdf)

  • Banner Elternarbeit

    [PDF - 621,8 kB]

     (URL: http://www.bmbf.de/downloads/Downloads_Projekte_Uebergangsmanagement/Uebergangsmanagement_FrankfurtOder_Banner_Elternarbeit_rb_eltern_korrigiert_20110215.pdf)

Arbeits­materialien

 
Förderung
Durchführung